Mastermind des Bösen ist ein "Meister Kackl", der den willenlosen Strache-Androiden wie eine Marionette steuert und als "Terror-Rapper" gegen Ausländer auftreten lässt. Neben der Anspielung auf FP-Generalsekretär Herbert Kickl (der im Comic unter dem Denkmal des antisemitischen Bürgermeisters Karl Lueger haust) sind auch weitere freiheitliche Politiker unter den in schwarz-weiß gehaltenen Feindbildern identifizierbar.
"Gewisse Parallelität zur Wirklichkeit" bei den Charakteren
So taucht etwa Generalsekretär Harald Vilimsky als buckliger Scherge namens Villi auf, Strache selbst firmiert unter C. H. Heinrich, laut Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes wohl eine Anleihe bei dessen Couleurnamen bei der "Vandalia". Angetrieben wird der Android von einem "Pulverschnee-Generator", die Software liegt auf einer "Germania-Disk" mit angedeuteter Hakenkreuz-Rune. Baxant sprach von einer "gewissen Parallelität zur Wirklichkeit" bei den Charakteren.
Am Ende siegt der Held namens Mr. X, weil er dem Androiden den SP-Wahlslogan "Jetzt geht's um Wien" als Code implantiert und dieser daraufhin einen Kurzschluss erleidet. Unterstützung gibt es von einem Bürgermeister, der verdächtig wie Michael Häupl aussieht und dem "Nazi-G'sindel" attestiert, "wo angrennt" zu sein. Davor geht es heftig zu Sache, Mr. X schlägt die blutdürstigen Zombies (Versammlungsort: die Burschenschaft "Rassmia") reihenweise zu Boden.
"Wir besiegen das Böse nicht mit Gewalt, sondern mit Worten"
Einen Aufruf zur gewalttätigen Konfliktlösung will Baxant darin nicht erkennen. Verprügelt würden schließlich nur die Untoten, und "mit Zombies kann man ja nicht reden". Siegreich sei man im Comic durch Häupls Freundschaftsbotschaft: "Wir besiegen das Böse nicht mit Gewalt, sondern mit Worten." Strache wolle man in dem von Illustrator Harold Khan verfassten Werk als "lächerlich, weil ferngesteuert" darstellen. Mit den peinlichen "Hassschmierereien" im FP-Comic sei das nicht vergleichbar, man habe ein "unglaublich geiles" jugendaffines Produkt geschaffen, so Baxant.
Comic für FP-Vilimsky "Schwachsinnigkeit"
Für FPÖ-Generalsekretär Vilimsky ist das Wahlkampfcomic der SP eine nicht ernstzunehmende "Schwachsinnigkeit". Rechtlich dagegen vorgehen will er nicht, stattdessen schoss er sich auf SP-Gemeinderat Peko Baxant, den Initiator des Comics, ein. "Das Urteil, das über Herrn Baxant gesprochen wird, folgt am Sonntag, und es wird vernichtend sein", so Vilimsky.
"Wenn die SPÖ ihre eigene Jugend so verhetzt, das das herauskommt, steht es schlecht um die Bürgermeisterpartei", meinte Vilimsky. Wirklich Klagbares ortet er nicht, die Erfahrung zeige, dass die Gerichte bei zeichnerischen Darstellungen extremen Spielraum in der Beurteilung ließen.
Den Initiator der Aktion, der wohl "ganz eigene Konsumgewohnheiten" habe, nehme er nicht ernst. "Baxant ist tschechisches Migrantenkind, das im Kommunismus sozialisiert wurde und offensichtlich noch Teile dieser Vergangenheit in sich trägt", sagte der Generalsekretär: "Im politischen Koordinatensystem der Republik ist Baxant ein Nullum." Das Comic sei eine billige Kopie. "Die SPÖ hoppelt uns bei allem nach und greift gleich ganz tief in die Schublade", so Vilimsky.









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