28.09.2020 16:45 |

Schul-Schnelltests

Wien: „Cluster Buster Bus“ unterwegs auf Virenjagd

Die Stadt Wien schickt ab Donnerstag den „Cluster Buster Bus“ auf Virenjagd: Der dunkelblaue Van hat eine neue Coronavirus-Testmethode an Bord, mit der Ergebnisse innerhalb von 30 Minuten vorliegen. Der Prototyp soll zunächst Schulen anfahren. Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) kann sich mittelfristig mehr Gefährte und einen Einsatz auch in Betrieben vorstellen, wie er am Montagnachmittag bei der Präsentation des Busses sagte.

Entwickelt wurde das neue Verfahren an der Klinik Donaustadt (vormals Donauspital/SMZ Ost). Er soll von der Treffsicherheit her sehr nahe an einen herkömmlichen PCR-Test herankommen. Der ärztliche Direktor Lothar Mayerhofer sagte, dass man den Schnelltest vier Monate lang geprüft habe. Dennoch werde in der ersten Phase des Echtbetriebs bei positiven Ergebnissen zur völligen Absicherung noch ein zusätzlicher PCR-Test gemacht.

Faktor Zeit als größte Herausforderung
Hacker räumte ein, dass bei der derzeitigen Testlogistik viel Zeit verloren gehe, da die Proben einzeln abgenommen, aber erst gesammelt zu den Labors zur Auswertung gebracht werden können: „Das ist die große Herausforderung, mit der wir die ganze Zeit kämpfen und wo wir Verzögerungen haben.“ Der „Cluster Buster Bus“ verfügt jedoch über ein rollendes Labor, in dem 48 Proben pro Stunde ausgewertet werden können.

Ab Donnerstag unterwegs zu Verdachtsfällen
Ausschwärmen sollen die „Cluster Buster“, wie die Besatzung des Busses genannt wird, ab Donnerstag zu Schulen, wo es Verdachts- oder bestätigte Fälle gibt. Welches Ziel angesteuert wird, entscheiden die Behörden. Hacker sieht die Neuerung als Ergänzung zu den in der Vorwoche präsentierten mobilen Gurgeltest-Teams, die derzeit in Kooperation mit dem Bildungsministerium bei Bedarf an Schulen unterwegs sind.

Was den Bus betrifft, könnten bald schon mehrere solcher Gefährte in der Stadt unterwegs sein, meinte der Gesundheitsstadtrat. Man werde jetzt einmal schauen, wie sich die Methode in der Praxis bewähre. Bei Erfolg könnten künftig auf diese Weise auch kleine bis mittelgroße Betriebe im Anlassfall schnell durchgetestet werden.

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