Schlangen-Invasion

„Erstmals wieder eine Nacht ohne Natter“

Für eine seit Tagen von einer Schlangeninvasion im eigenen Heim im oberösterreichischen Wesenufer geplagte Familie gibt es jetzt offenbar einen Hoffnungsschimmer. „In der Nacht zum Montag hab ich endlich einmal keine Natter mehr gesehen“, freut sich Hausherr Josef Böhmisch, der seit Donnerstag kaum ein Auge zugebracht hat.

„Für Menschen, die so etwas nicht selbst erleben, ist es sicher unvorstellbar, welche Belastung es bedeutet, wenn man rund um die Uhr im eigenen Haus ständig wieder auf neue Schlangen trifft“, sagt Josef Böhmisch (61) aus Wesenufer. Mehr als zwölf Äskulapnattern waren - auch mit Unterstützung des Steyrer Schlangenexperten Hans Esterbauer - in den vergangenen Tagen in seinem Haus eingefangen worden.

Aus Haus geflüchtet
„Aber immer, wenn ich geglaubt habe, jetzt ist endlich Ruhe, hat schon wieder irgendwo ein Schlangenkopf hervorgeschaut“, so der 61-Jährige. Auch beim „Krone“-Lokalaugenschein waren eine Äskulapnatter gefangen und drei weitere gesichtet worden. Ehefrau Maria-Anna (59) hat bereits das Haus verlassen und Zuflucht bei der Tochter gefunden. Josef Böhmisch ist selbst auch aus dem Schlafzimmer gezogen und gönnt sich immer nur kurze Ruhepausen auf der Couch im Wohnzimmer: „Ich schaue alle zehn Minuten nach, ob nicht wieder irgendwo eine herumkriecht.“

Ultraschall zur Abwehr
Vom Keller bis zum Dachboden wurde alles durchsucht, doch es ist rätselhaft, woher die Nattern kommen. „Das ist ein 500 Jahre altes Haus, da gibt es sicher versteckte Ritzen, durch die sie hereingekommen“, glaubt Hans Esterbauer. Er glaubt, dass nicht mehr allzu viele Schlangen gefunden werden. „Im Schnitt werden 15 Eier abgelegt“, so Esterbauer, der auch die Anschaffung eines Ultraschall aussendenden Schlangenabwehr-Geräts empfiehlt.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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Freitag, 23. Oktober 2020
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