Mehrere Raubüberfälle

Siebenköpfige Jugendbande aus Verkehr gezogen

Durch gemeinsame kriminalpolizeiliche Ermittlungen der Polizeiinspektion Ottensheim und des Kriminaldienstes des Bezirkspolizeikommandos Urfahr-Umgebung konnte eine siebenköpfige Jugendbande aus den Bezirken Urfahr-Umgebung und Linz ausgeforscht werden. Die sieben jungen Männer sollen im Zeitraum von November 2019 bis Februar 2020 in unterschiedlichen Besetzungen zumindest drei Raubüberfälle und einen räuberischen Diebstahl auf Suchtgiftdealer begangen haben. 

Die Ermittlungen kamen nach einem Verkehrsunfall in St. Gotthard im Mühlkreis, den ein 18-jähriger Lenker unter Drogeneinfluss verursacht hatte, ins Laufen. Eine 17-jährige Mitfahrerin wurde dabei verletzt. Bei der Unfallaufnahme wurde bei dem verdächtigen Lenker eine ungeladene Gaspistole sichergestellt. Ebenso wurde sein Mobiltelefon sichergestellt und ausgewertet. Dabei fanden die Polizisten konkrete Hinweise auf umfangreichen Drogenkonsum, Drogenhandel und vor allem auf Raubstraftaten auf Suchtgiftdealer in Ottensheim, Alberndorf und in Linz-Urfahr.

Drei Opfer bekannt
Bislang konnten die Beamten drei Opfer dieser Raubüberfälle ausforschen. Sie bestätigten, dass sie von den Beschuldigten, wie es in der Szene heißt, abgezogen worden sind. Aus Angst erstattete keines der bereits polizeibekannten Opfer Anzeige bei der Polizei.

  • Am 21. Dezember 2019 versetzten zwei der Beschuldigten einem 20-jährigen Drogenverkäufer einen Faustschlag ins Gesicht und raubten ihm 44 Gramm Cannabis.
  • Am 29. November 2019 täuschten vier der Beschuldigten in Alberndorf einem 18-jährigen Drogenverkäufer vor, dass sie bei ihm Dorgen kaufen möchten. Am vereinbarten Übergabeort raubten sie dem 18-Jährigen unter Gewaltandrohung 120 Gramm Cannabiskraut. Bei der Straftat dürfte einer der jugendlichen Beschuldigten eine unmittelbar zuvor erworbene Schreckschusswaffe mitgeführt haben.
  • Am 15. Jänner 2020 entrissen drei der Beschuldigten in Linz Urfahr einem 17-jährigen Drogenverkäufer 25 Gramm Cannabis und stießen ihn danach rücklings eine Stiegenhaustreppe hinunter.
  • Am 17. Februar 2020 wollten mindestens vier Beschuldigte der Bande erneut den 17-jährigen Drogenverkäufer „abziehen“. Nachdem sich dieser vorerst jedoch weigerte sein Cannabis herauszugeben, drängten sie ihn in eine Ecke und schlugen seinen Kopf gegen einen Zaun. Der Drogendealer ließ sich jedoch von den Räubern weiterhin nicht beeindrucken, sodass diese schließlich mit einer verbotenen Stahlrute auf ihn einschlugen und ihn dadurch zur Herausgabe von sieben Gramm Cannabis zwangen.

Die Verdächtigen wurden an die Staatsanwaltschaft Linz und wegen verwaltungsrechtlichen Übertretungen an die Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung angezeigt.

 OÖ-Krone
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Dienstag, 20. Oktober 2020
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