Allein die vollständigen Gutachten haben 8.890 Seiten. Im Gerichtsakt existieren mittlerweile 1.777 Ordnungsnummern, von denen die Beteiligten wissen sollten, was sich wo verbirgt.
5.500 Geschädigte beim Verfahren
Um die Datenmengen zu verwalten, braucht der Richter ein eigenes Computerprogramm, wie es auch für die Hypo-Ermittlungen verwendet wird. "Dazu kommt, dass sich mittlerweile 5.500 Leute dem Strafverfahren als Geschädigte angeschlossen haben", bilanziert Dr. Bernd Lutschounig. "Es wird ja eine Schadenssumme von 530 Millionen Euro angenommen. Theoretisch müssen alle Opfer geladen werden."
Praktisch wird man versuchen, die Zahl irgendwie überschaubar zu halten. Es gibt ja sowieso schon an die 100 Anwälte, die im AvW-Skandal mitmischen. Aber auch sie passen in keinen Saal am Klagenfurter Landesgericht. "Man wird wohl die Messehalle anmieten", meint Lutschounig. Allerdings wartet Justitia noch ab, wer tatsächlich zum Prozess will.
In Wien wurde für das Amis-Betrugsverfahren eigens die Stadthalle gebucht – und kaum einer kam dann tatsächlich hin. Das Verfahren gegen Wolfgang Auer von Welsbach wird 2011 beginnen. Noch ist die Monsteranklage wegen Betrugs, Untreue und Bilanzfälschung nicht rechtskräftig.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"









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