24.09.2020 06:00 |

Gastkommentar

Lockdown zum Shutdown

Es gibt, zumindest da sind sich die Experten einig, nur drei Möglichkeiten, wie wir das Corona-Virus in den Griff bekommen können: Mit einer Impfung, einer Herdenimmunisierung oder einem Lockdown. Letzteres stellt zweifellos die denkbar schlechteste Variante dar, nicht nur, weil das Problem dadurch neuerlich nicht nur aufgeschoben wäre, sondern auch, weil die Wirtschaft ein zweites rapides Runterfahren der Rollbalken nicht überleben würde.  

Manche Menschen bekommen ja nach wie vor Schnappatmung, wenn man die Wörter Schweden und Corona in einem Atemzug nennt. Mittlerweile stellt sich jedoch heraus, dass das skandinavische Land in der Pandemie-Bekämpfung offensichtlich vieles richtig gemacht hat. Kein Shutdown der Wirtschaft, kein Schließen der Schulen, keine Zwangsmaßnahmen. Heute geben die aktuell niedrigen Zahlen an Erkrankten und Hospitalisierten der Politik des Sonderweges recht. Heute gibt es sogar schon Wissenschaftler, die den Schweden eine Herdenimmunität bescheinigen. Heute weiß man, dass sich dieser Weg - allen internationalen Kritikern zum Trotz - auch wirtschaftlich enorm gelohnt hat. 

Ein Lockdown ist für Österreich keine Option. Schon gar nicht, wenn man bedenkt, dass wir im EU-Staatenverbund ungefragt 1350 Milliarden Euro an südeuropäische Pleitestaaten verschenken müssen. Nahezu grotesk mutet an, dass wir Österreicher im Gegenzug die EU um Genehmigung bitten müssen, um österreichische Firmen mit unserem eigenen Steuergeld retten zu dürfen. 

Christian Baha, Kronen Zeitung (Gastkommentar)

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