Viele Postler krank

Panne bei der Post: Briefe seit Wochen zu spät zugestellt

Wien
03.10.2010 18:06
Der Ärger im 19. Bezirk ist groß. Seit Wochen landen Rechnungen, Einladungen und Terminbekanntgaben zu spät im Briefkasten. An manchen Tagen bleibt das Postkästchen überhaupt ganz leer. Der Grund: Eine Grippewelle kursiert im Postamt – aber auch die massiven Stellenkürzungen zeigen nun ihre Wirkung.

"Meine Pension hätte ich am Mittwoch bis spätestens 11 Uhr abholen sollen. Die Benachrichtigung dafür lag erst abends um 21 Uhr in meinem Briefkasten", sagt die Pensionistin Elfriede K. frustriert. Wann sie nun ihr Geld bekommt, weiß sie nicht. Doch nicht nur die sechsfache Mutter kämpft mit unpünktlicher Postzustellung.

Besonders in der Cobenzlgasse warten die Anrainer oft tagelang auf ihre Post. Pressesprecher Stefan Fuchs erklärt: "Uns hat eine wahre Grippewelle heimgesucht. Die Aushilfen mussten viele Überstunden machen, um alle Adressen zu beliefern."

Doch trotz der vielen Überstunden war die Arbeitskraft-Lücke nicht zu schließen. Ein Insider verrät: "Seit den vielen Job-Kürzungen haben wir keine Ersatzmänner mehr." Und gekürzt wurde flächendeckend von 58.000 auf 26.000 Postangestellte. Mit solchen massiven Ausfällen muss man also in Zukunft öfter rechnen.

von Tina Kaufmann, Kronen Zeitung

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