Reform gefordert

Es gibt zu wenige Kandidaten für Ortschef-Posten

Niederösterreich
03.10.2010 18:00
Budgetlöcher stopfen, rund um die Uhr erreichbar sein, sich für die Partei einen Haxen ausreißen – der Job eines Bürgermeisters ist heutzutage kein Honiglecken. Immer schwieriger wird es daher, geeignete Kandidaten dafür zu finden. Die Gemeindesprecher von VP und SP fordern jetzt bessere Absicherungen für Ortschefs.

"Bald müssen wir Bürgermeister per Inserat suchen" - Alfred Riedl, der Präsident der VP-Gemeindevertreter, malt ein düsteres Bild der Kommunalpolitik. Zwar wurden die Gagen heimischer Ortspolitiker erhöht, "doch von einer mit der Privatwirtschaft vergleichbaren Bezahlung sind wir weit entfernt", sind sich Riedl und sein SP-Amtskollege Rupert Dworak einig. Beide fordern nun vom Bund pensions- sowie sozialrechtliche Absicherungen für Bürgermeister. Denn die Tätigkeit der Gemeindeoberhäupter sei mit jener eines Unternehmers vergleichbar.

"Statt Verwaltung ist Management gefragt", so Dworak. Budgetplanung, Organisation von Kinderbetreuung und Pflege sowie Behördenaufgaben erfordern mehr Qualifikation. Riedl: "Das lässt sich nicht so nebenbei erledigen."

Dennoch sind 90 Prozent der Ortschefs auf einen Broterwerb abseits der Politik angewiesen. "Berufs- und Familienleben leiden unter dieser Belastung", heißt es: "Immer öfter werfen gute Leute das Handtuch."

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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