U-Ausschuss geplant

Für Hypomafia wird es nun auch in Kroatien enger

Kärnten
03.10.2010 18:38
Wer sich mit den geschäftlichen Gepflogenheiten in Kroatien auskennt, hat sich dort offenbar jahrelang austoben können – so wirkt's zumindest, wenn man die Vorwürfe im Hyposkandal anschaut. Damit soll nun Schluss sein: Das Parlament und der Generalstaatsanwalt schießen sich jetzt auf die Bankenaffäre ein.

Im kroatischen Parlament ist ein eigener Unterausschuss zur Aufklärung der dubiosen Hypo-Geschäfte geplant, wie Sprecher Ranko Ostojic bestätigt – zur Freude der Kärntner Grünen. "Grenzüberschreitendes Denken und Handeln ist noch immer die beste Garantie für Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität", glaubt Rolf Holub, der mit "seinem" Hypoausschuss ja eher auf der Stelle tritt.

Wie auch die Zagreber Generalstaatsanwaltschaft bisher eher verhalten agiert hat. Doch nach einem "Geheimtreffen" mit den Klagenfurter Anklagekollegen dürfte doch etwas weitergehen. So hat die kroatische Justiz angekündigt, alle Geldflüsse rund um die Hypogeschäfte lückenlos nachverfolgen zu wollen. Man kenne Codes, Daten, Kontonummern – um die Daten auszuwerten, bedarf es aber österreichischer Rechtshilfe. "Die Zusammenarbeit der Behörden klappt sehr gut", versichert Kärntens Leitender Staatsanwalt Gottfried Kranz. In Österreich, Deutschland, Kroatien und Liechtenstein werde derzeit auf Hochtouren ermittelt.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
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