Am Gymnasium in Dachsberg (Bezirk Eferding) wurde der erste Schüler positiv auf Corona getestet. 14 Kinder und vier Lehrer sind in Quarantäne. Direktor Pater Ferdinand Karer klagt über überfüllte Schulbusse. In einem offenen Brief an alle Verantwortlichen im Schülertransport ließ er seinem Unmut freien Lauf.
„OÖ Krone“: In Ihrem offenen Brief schreiben Sie, dass Sie nahe dran sind, alle Erlässe, die eigentlich Sinn machen würden, zu ignorieren. Sind Sie schon so frustriert?
Ferdinand Karer:Das bin ich nicht. Ich bin einfach nur wütend. Wir haben den Verantwortlichen für den Schülertransport vor den Ferien mitgeteilt, dass wir 868 Schüler haben werden. Jetzt sind es 870. Daran kann es aber nicht liegen, dass die Busse überfüllt sind. Dieser Missstand ist schon lange bekannt. Aber das Virus fährt offensichtlich nicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln mit.
Wo liegt das Problem?
Der Gelegenheitsverkehr wurde gestrichen. Das sind jene Fahrten, für die es keine öffentliches Verkehrsmittel gibt. Rund 300 Schüler sind davon betroffen. Es gibt aber keine Verstärkerbusse.
Sie beklagen auch die geringe Lobby, die der Schülertransport hat.
Ja! Die Realität ist, dass sogar der Tiertransport eine größere Lobby hat. Es ist ein schlimmer Vergleich, aber leider traurige Wahrheit.
An Ihrer Schule gibt es einen Coronafall. Machen Sie sich einen Vorwurf?
Von der Schule gibt es ein großes Bemühen, Krisenteams wurden eingerichtet, Pausenkonzepte erstellt, die Schüler sind gewillt, die Herausforderungen dieser Zeit anzunehmen. Dann kommen die Busse
Interview: Mario Zeko, Kronen Zeitung













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