Linz nicht Favorit:

Wels legt beim Tauziehen um Technische Uni nach

Spätestens 2024 soll in Oberösterreich an einer Technischen Universität unterrichtet werden. Viele Fragen sind noch offen. Etwa, wo gebaut wird. Laut LH Stelzer soll der Gründungskonvent Antworten liefern. Bereits jetzt fordert die Stadt Wels, die vor wenigen Tagen niemand auf der Rechnung hatte, einen Sitz im Gremium.

Wir waren Außenseiter, Linz klarer Favorit. Umso wichtiger ist es, dass bei der Frage nach dem neuen Standort für eine TU alles fair abläuft„, erhebt der Welser Bürgermeister Andreas Rabl bereits jetzt einen Anspruch auf eine fixe Vertretung der Stadt Wels im Gründungskonvent. Dieser konstituiert sich erst nach dem Beschluss im Parlament für einen Uni-Bau.

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„Alle reden von Dezentralisierung und dann soll die TU in der Landeshauptstadt angesiedelt werden. Wir erfüllen in Wels alle Voraussetzungen und wollen bei der Vergabe einen fairen Wettbewerb.“

Andreas Rabl, Welser FP-Stadtchef, über die Favoritenrolle der Landeshauptstadt im Zusammenhang mit der TU-Ansiedelung.

Schlechte Erfahrungen
Rabls Bedenken und die frühe Ansage sind der Besetzung für die Med-Uni in Linz geschuldet. Im Gremium saßen sechs Professoren wie ein Vertreter des Bundes, des Landes, der Stadt Linz und der JKU. „Es muss auch jeder Bewerber die Möglichkeit haben, das Konzept der Kommission zu präsentieren“, so Rabl.

Vorreiter in Technikerausbildung
Er ist sicher, dass Wels alle Voraussetzungen erfüllt. Wie berichtet, bietet sich das Gebiet rund um den Bahnhof für eine TU mit Digitalschwerpunkt an. Und in Sachen Technikerausbildung ist Wels seit Jahren Vorreiter.Die Fachhochschule mit 14 Bachelor- und 15 Masterstudiengängen forscht in über 200 Projekten mit einem Umsatz von 10 Millionen €. Die Forschungsleistung pro Student entspricht derjenigen der TU Wien.

Mario Zeko/Kronen Zeitung

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Montag, 19. Oktober 2020
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