Die beiden Angeklagten sitzen wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung vor Gericht. Das ist schon ein schwerwiegender Vorwurf, da geht's darum, dass Menschenleben in Gefahr waren. "Ich weiß nichts mehr", sagt der 21-Jährige stur. Es war sein BMW, an dessen Steuer er den jungen Cousin gelassen hat. Führerschein haben beide keinen.
Der Ältere, weil er "ein Delikt hatte". "Sie haben betrunken einen Unfall gebaut!", schimpft die Richterin. "Und zwei Monate nach der Geisterfahrt schon den nächsten!" Das hört der Arbeitslose nicht gern. Und sein Anwalt schon gar nicht. Der konterkariert die Gefahr einer Geisterfahrt damit, dass "eh nicht viel los war auf der Südautobahn".
"I wollt fahren und so ist der Blödsinn rausgekommen"
Da ist der 16-jährige Lenker schon ehrlicher. "Ja, stimmt alles", sagt er. "I wollt Auto fahren und so ist der Blödsinn rausgekommen." Erst rauschte er vom Lavanttal bis knapp nach Villach, wo die Polizei auf die unsichere Fahrweise aufmerksam wurde. Als die Streifen ausrückten, drehte der Bursche einfach um – und schaffte es, trotz kaputten Reifens und ohne Fahrpraxis vor der Exekutive davonzufahren. Die Verhandlung wurde vertagt.
von Kerstin Wassermann ("Kärntner Krone")









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.