540 junge Menschen meldeten sich heuer für die "Aufnahmeprüfung" zur Pädagogischen Hochschule an. "Das hätten wir nie gedacht", zeigt sich Rektor Markus Juranek überrascht, denn damit wurde die Zahl vom Vorjahr verdreifacht. Knapp 370 sind tatsächlich zu den Aufnahmetests gekommen, 327 werden heute starten. Rund zehn Prozent erfüllten die Aufnahmequalifikationen nicht. Meist waren Defizite in Deutsch und Musik ausschlaggebend.
Die Gründe für den Boom? "Die Politik sprach in jüngster Zeit häufig den Lehrermangel an, auch medial war das Thema präsent", begründet Juranek. Auch die Tatsache, dass es sich seit der Reform um eine akademische Ausbildung handle, spiele eine Rolle.
Männer klar in der Minderheit
Erfreulich ist für Juranek auch, dass sich die Zahl der angehenden männlichen Volksschullehrer verdoppelt hat. Leider aber noch immer auf einem bescheidenen Niveau. Von den 144, die mit ihrer Ausbildung beginnen, sind nur 19 Männer. "Aber ein Trend ist erkennbar und den wollen wir noch verstärken", hofft Juranek, dass in den kommenden Jahren noch mehr Männer diesen Job mit Verantwortung ansteuern. Im gesamten Tiroler Pfichtschulbereich ist das Verhältnis derzeit zwei zu eins für die Frauen.
von Stefan Ruef, Tiroler Krone
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