14.09.2020 10:18 |

„Vollständig erhalten“

Russen entdecken 39.000 Jahre alten Bärenkadaver

Rentierhirten haben im Norden Russlands eine sensationelle Entdeckung gemacht - sie fanden einen gut erhaltenen Kadaver eines jahrtausendealten Bären. „Er ist vollständig erhalten mit allen inneren Organen, einschließlich der Nase“, freuten sich die Forscher der russischen Universität in Jakutsk.

Bei dem Fund handelt es sich um einen Höhlenbären. Diese Tiere lebten in der letzten Kaltzeit in Europa und starben den Angaben nach vor etwa 15.000 Jahren aus.

Höhlenbär war größer als Braunbär
„Dieser Fund ist weltweit von großer Bedeutung“, sagte die Wissenschaftlerin Lena Grigoriewa. Von diesen Bären seien bisher nur Knochen und Schädel entdeckt worden. Das Alter des Fundes wird demnach auf bis zu 39.500 Jahre geschätzt. Noch sei es aber zu früh, über das genaue Alter zu sprechen, hieß es. Das solle nun über eine Analyse des Kohlenstoffgehalts bestimmt werden. Der Höhlenbär war deutlich größer als der heute noch verbreitete Braunbär. Seine Kopf-Rumpf-Länge betrug bis zu 3,5 Meter, seine Schulterhöhe erreichte 1,70 Meter. 

Rentierhirten hatten den Kadaver auf der Neusibirischen Insel am Nordpolarmeer gefunden. Wissenschaftler hoffen nun, dass die DNA des Höhlenbären erhalten geblieben ist - ähnlich wie zuvor bei Mammut-Funden in Sibirien. Es werde ein internationales Forschungsprojekt dazu geben, kündigte die Universität an.

Auftauender Permafrostboden gibt historische Schätze frei
In Sibirien wurden in den vergangenen Jahren immer wieder sensationelle Funde gemacht. Wegen der Erderwärmung schmilzt der Permafrost in Teilen Russlands und gibt gut erhaltene Fossilien frei.

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