Nächtigungseinbruch

Starthilfe für die Stadthotellerie in Linz

Bis jetzt gab’s heuer wegen der Corona-Krise etwa 50 Prozent weniger Nächtigungen von Gästen in Linz, was die Stadthotellerie ins Wanken bringt. Sollte man an sie Extra-Förderungen ausschütten wie etwa in St. Wolfgang? Tourismusdirektor Georg Steiner meint, nur Geld auszuzahlen sei zu wenig. Vielmehr sollten auch Anreize geschaffen werden, z. B. in Richtung mehr Serviceorientierung.

„Wenn man mich fragt, wie man der Stadthotellerie helfen soll, dann sollte es nicht einfach darum gehen, Geld auszuschütten. Sondern es sollte Anreize geben zur Weiterentwicklung und Verbesserung in Sachen Serviceorientierung“, sagt Steiner zur „Krone“. „Das heißt nicht, dass die Hotels hier schlecht sind. Aber vom Stammgäste-Marketing bis hin zum Abholservice und den klassischen Concierge-Diensten (Tische reservieren, Karten besorgen, besondere Freizeittipps geben etc.) könnten durchaus ein paar Akzente gesetzt werden, die mittel- bis langfristig strukturelle Verbesserungen bringen würden“, meint der Tourismusmanager. Darüber hinaus meint er, dass es womöglich Sinn haben könnte, ein besonderes Förderprogramm für Kongresse aufzulegen, um auch diesen für die Stadthotellerie so wichtigen Bereich wieder hochzufahren.

Finanzielle Zuwendungen
Wie aber fördert man Kongresse? Steiner: „Wir haben das ja schon bisher in den schwachen Monaten Jänner, Februar und November getan. Da bekommen die Veranstalter ein paar Euro pro Nächtigung. Das könnte man ausbauen, etwa auch durch Förderungen für umweltgerechte Anreise, also etwa mit der Bahn“, wirft Steiner ein paar Ideen in die auf Ebene der Bundeswirtschaftskammer (Präsident Harald Mahrer) gerade beginnende Debatte.

Dauerhaftes Minus
Während es in touristischen Hotspots am Land eher kurzfristige Durchhänger gab und die Buchungslage für den Herbst wieder gut ist, stecken dieauf Geschäftsreisende und Kongressteilnehmer angewiesenen Stadthotels dauerhaftin der Corona-Krise. Bis jetzt hat sich bei den Nächtigungen - nach einem recht guten Start ins Jahr 2020 - in Linz ein Minus von 50 Prozent aufgebaut, das wahrscheinlich auch in der Jahresbilanz stehen wird. Wien (minus 80 Prozent) und Salzburg (minus 70%) erwischte es noch härter.

Werner Pöchinger/Kronen Zeitung

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Freitag, 25. September 2020
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