ÖGB-Sekretär

Jugend ohne Job: „Wir brauchen ein Rettungspaket!“

Corona-Lockdown, Urlaubszeit! Fünf Monate nach seinem Antritt als Landessekretär des Gewerkschaftsbundes meldet sich Stefan Guggenberger (39) öffentlich erstmals lautstark zu Wort. Der Arbeits- und Sozialrechtsexperte kritisiert, dass das Land die Arbeitslosigkeit nicht ernst genug nimmt.

„Krone“: Der Herbst wird wohl uns alle vor große Herausforderungen stellen. Wo sehen Sie die größten Probleme?
Stefan Guggenberger: Das Land nimmt die Arbeitslosigkeit nicht ausreichend ernst. Es wird viel über Qualifizierung gesprochen, aber das tatsächliche Problem der fehlenden Jobs wird nicht angegangen. Es braucht konjunkturbelebende Maßnahmen, die mehr Jobs schaffen. Sorge bereiten mir die Jugendarbeitslosigkeit und der Lehrstellenmangel.

„Krone“: Warum das?
Guggenberger: Im August waren 1278 Jugendliche auf Lehrstellensuche. Es muss ein Rettungspaket für junge Menschen ohne Ausbildung her. Das Angebot an überbetrieblichen Ausbildungsplätzen muss verdoppelt werden. Das Land selbst könnte auch mehr Lehrlinge anstellen und im öffentlichen Bereich mehr Jobs für Jugendliche schaffen."

„Krone“: Sie malen nur Schwarz?
Guggenberger: Nein. Corona hat gezeigt, was in unserer Gesellschaft gut und krisenfest funktioniert, dazu gehört die Sozialpartnerschaft.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Sonntag, 17. Oktober 2021
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