Covid im Kindergarten

Pädagoginnen warteten tagelang auf Testergebnisse

Salzburg
03.09.2020 14:00
Die Corona-bedingte Schließung einer Kinderbetreuungseinrichtung zeigte deutlich: So einfach – wie von der Politik angekündigt – wird die durchgehende Öffnung von Salzburgs Kindergärten und Krabbelgruppen im Herbst nicht werden.

Vergangene Woche kündigte Landesrätin Andrea Klambauer (Neos) noch an, dass Kindergärten auch bei etwaigen Corona-Infektionen offen bleiben sollen. Anfang dieser Woche musste eine Betreuungseinrichtung in Salzburg-Maxglan Covid-bedingt dann doch schließen. Ein Kleinkind war nach einem Schnuppertag positiv getestet worden, seit Mittwoch ist der Betrieb der Einrichtung Koko wieder offen. Alle Pädagoginnen wurden negativ getestet.

Klar ist: Soll der von Klambauer angekündigte durgehende Regelbetrieb funktionieren, braucht es eine deutliche Verbesserung und Straffung der Abläufe. Bis zum Vorliegen aller Testergebnisse vergingen fünf Tage. Die Pädagoginnen wurden nicht vor Ort getestet. „Das wäre sinnvoll, auch sollten die Pädagoginnen im Fall der Fälle in einen gemeinsamen Cluster zusammengefasst werden“, sagt Koko-Geschäftsführerin Eva Götz. Das fordert auch Klambauer: „Die Tests der Pädagoginnen dürfen nicht als Einzelfall gesehen werden.“ Denn: So sind die Behörden aller Bezirke involviert, in denen die Pädagoginnen ihren Wohnort haben. Für die Betreuungseinrichtungen bedeutet das ein zeitintensives Zusammentragen von Infos aus den verschiedensten Behörden.

Für Donnerstag ist ein Gespräch zwischen Klambauer, Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP) und Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz angesetzt. Das Ziel: den angekündigten durchgehenden Regelbetrieb sicherstellen.

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