Mörder erhängte sich:

Suizid in Zelle: „Der Otto war keiner fürs Häf’n“

Der Selbstmord von Otto L. in seiner Zelle in Linz wirft Fragen auf. Warum hatte der Mörder, der am 28. Juli in Neustift/M. seine Ex-Lebensgefährtin tötete und suizidgefährdet war, ein Kabel in der Zelle? Für den Sohn des Mordopfers war die Tat auch vorhersehbar.

„So schlimm diese Tat ist, für uns ist es jetzt sicher leichter, einen Schlussstrich zu ziehen“, sagt der Sohn von Gabriela K. (59), die Otto L. (60) zwei Wochen nach dem Beziehungs-Aus bei einer „letzten Aussprache“ erdrosselt und dann in einer Waldhütte mit einem Seilzug aufgehängt hatte. Beim Begräbnis in Linz waren auch zwei der drei Kinder aus erster Ehe des Pfarrkirchners, der nach der Tat selbst die Polizei gerufen hatte und sich bei der nahen Rannatal-Sperre in den Tod stürzen wollte. Er biss Rettungskräfte, die ihn mit Hilfe von Polizisten und Radfahrern stoppten.

Mit Verlängerungskabel
Wegen Suizidgefahr kam der Beschuldigte, der den Mord unumwunden zugegeben hatte, zuerst in die ehemalige Landesnervenklinik unter Beobachtung, wurde dann ins Linzer Gefängnis überstellt. Dort erhängte er sich nun mit einem Verlängerungskabel, als sein Zellengenosse einen Hofspaziergang machte – wir berichteten bereits ausführlich.

„War erwartbar“
„Für uns war dies zu erwarten, der Otto war keiner für den Häf’n“, sagt der Sohn des Mordopfers, der den Angehörigen von Otto L. sein Beileid ausspricht: „Egal was passiert ist, er war trotzdem ihr Vater.“ Ob die Tat im Gefängnis untersucht wird und die Frage, warum ein Suizidgefährdeter ein Kabel frei zur Verfügung hat, geklärt wird, ist noch unklar.

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Sonntag, 28. November 2021
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