Zivilstreife gestoppt

Drogen waren Grund für Messerattacke in Linz

Diese Flucht hatte sich der Afghane (19) wohl anders vorgestellt! Nachdem er auf der Linzer Landstraße mit einem Messer auf einen Landsmann (28) eingestochen hatte, wollte er abhauen. Erst sprang er in ein Taxi, doch der Lenker nahm ihn nicht mit. Dann stoppte er ein Auto - eine Zivilstreife der Polizei.

Großfahndung der Polizei am Dienstag kurz nach Mitternacht in Linz, weil es im Bereich des Musiktheaters zu einem Streit mit einem Messer gekommen sei. Auch eine Zivilstreife – mit ganz normalem Auto und Beamten in Straßenkleidung – machte sich von der Unionkreuzung auf zum Vorfallsort.

Mann stoppte Streife
Plötzlich rannte ein Mann auf die Fahrbahn, gab den Polizisten in Zivil zu erkennen, dass sie anhalten sollen. Als sie stoppten, sprang der Mann auf den linken Rücksitz. Einer der Beamten versuchte sofort den „Fahrgast“ aus dem Auto zu zerren, dieser wehrte sich mit allen Kräften. Schließlich konnte der Unbekannte am Boden fixiert werden – er hatte ein Messer in der Hand. Kurz darauf lief ein Zeuge zum Auto, teilte mit, dass der Mann am Boden – ein 19-jähriger Afghane – jemanden mit einem Messer niedergestochen hätte.

Verletzter kam ins Spital
Kurz darauf kam auch sein Opfer dazu, ein 27-jähriger Afghane. Dieser hatte Stichverletzungen am Oberkörper, erzählte, dass ihn sein Landsmann in der Nähe des Musiktheaters angegriffen hätte. Der Verletzte wurde ins Spital gebracht, der Täter ins Polizeianhaltezentrum Linz.

Drogen als Streitgrund
Grund des Streits: Der 27-Jährige drohte seinem Landsmann, ihn wegen Drogenhandels bei der Polizei zu verraten. Linzer FP-Sicherheitsstadtrat Michael Raml zum Vorfall: „Ich fordere mehr Polizisten zur Drogen-Bekämpfung und Kontrolle des Waffenverbotes für Asylsuchende.“

Lisa Stockhammer
Lisa Stockhammer
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Dienstag, 29. September 2020
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