Fachärztemangel

Schwund der Onkologen am KUK sorgt auch Politik

Oberösterreich
13.08.2020 10:00
Der rapide Schwund der Onkologen am Linzer Ex-AKH, nun Med Campus III des Kepler-Uniklinikums, sorgt auch Teile der Politik. Gesundheitsreferentin Christine Haberlander, ÖVP, meldet sich dazu aus dem Urlaub. Zuerst Patientenversorgung, dann Fachärzteausbildung, dann Spitzenforschung, so ihre Rangfolge.

Ausgerechnet die (traditionsreiche) Onkologie-Abteilung des extra von Berlin geholten Krebs-Spitzenforschers Clemens Schmitt „blutet aus“, auf der Versorgungsseite. Bei den Fachärzten: Eine Pensionierung mit März 2019, ein vorgezogener Pensionsantritt danach, drei aktuelle Kündigungen. Bleiben – neben Professor und Primar Schmitt – zwei übrig, von denen einer „nur“ die Palliativaufgaben innehat und der andere auch schon „fix und foxi“ ist. Personelle Verstärkung sei im Anrollen und Kooperationen mit anderen Spitälern in der Landesholding bzw. mit anderen Trägern sollen Entlastung bringen, heißt es aus dem KUK dazu.

Patientenversorgung ist Um und Auf
Trotzdem ist etwa SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder in Sorge um Patienten und künftige Fachärzteausbildung. Auch die Gesundheitsreferentin des Landes , Christine Haberlander, ÖVP, betont: „Das Um und Auf ist, dass die Patientenversorgung in Oberösterreich gewährleistet ist.“ Da ist die Onkologie am KUK nur ein (wichtiger) Teil davon und nicht einmal Leitspital, trotz universitärem Status. Zweite Priorität sei, so Haberlander, die Sicherung der Fachärzteausbildung bei wachsendem Bedarf. „Und dann kann man darüber nachdenken, wie man es schafft, in diesem Bereich auch in der Forschung Spitze zu werden.“

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