Fast 8,1 Millionen Euro wurden in den 70 Tiroler Bäderbetrieben in diesem Sommer umgesetzt - ein Plus von 1,3 Mill. Euro. "Verantwortlich für die deutlichen Steigerungsraten sind einerseits die neueröffnete Area 47 im vorderen Ötztal und jene Bäder, die durch Renovierungen bzw. Erweiterungen bessere Preise erzielen konnten", berichteten am Freitag Bäderobmann Josef Fiegl, Stellvertreter Karlheinz Bader und Fachgruppen-Geschäftsführer Bernhard Wanner.
Großteil der Bäder trotzdem defizitär
An der Preispolitik insgesamt habe sich aber nichts geändert. Die Bäder sind nach wie vor bis auf wenige Ausnahmen wie zum Beispiel Thermen oder Stadtbäder allesamt defizitär. "Der Erlös pro Badegast betrug im Schnitt 4,20 Euro. Kaufmännisch kalkuliert müssten es zehn Euro sein!", rechnet Fiegl vor. Die Eintrittspreise seien "politisch kalkuliert". Aber immerhin: Die Erlöse haben aufgrund einer bewussteren Preispolitik wieder angezogen, von zuletzt 3,46 auf die erwähnten 4,20, das sind 21 Prozent mehr.
Hauptgrund für die dennoch reichlich vorhandenen Budgetlöcher seien die Energiekosten. Die Konzentration auf erneuerbare Energien (Solar, etc.) rentiere sich aber trotzdem nicht.
Glänzend abgeschnitten haben wieder die Thermen, die aber mehr bieten als reinen Badbetrieb. "Auch die angeschlossenen Hotels tragen zum Ergebnis bei."
Hauptaugenmerk auf Sicherheit und Risiko
Besonders froh sind die Bäderbetreiber, dass es heuer zum zweiten Mal in Folge keinen tödlichen Badeunfall gegeben hat. Sie führen das auf gestiegenes Risikobewusstsein, mehr Eigenverantwortung, aber auch bessere Ausbildung der Mitarbeiter zurück.
Die Wirtschaftskammer wird in naher Zukunft Info-Veranstaltungen zum Thema Risikoanalyse durchführen, die jeder Badbetreiber (auch Hotels) in Zukunft vorlegen muss. Ziel: Noch mehr Sicherheit!
von Philipp Neuner, Tiroler Krone
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