05.08.2020 08:24 |

Heer und Bergrettung

Eine Partnerschaft auf dem politischen Prüfstand

Die 6. Gebirgsbrigade und die Bergrettung Tirol sind zwei Institutionen, die sich durch ihre Kompetenzen im alpinen Bereich perfekt ergänzen und weiterentwickeln könnten. Deshalb gingen sie Ende 2018 eine viel an Mehrwert bringende Partnerschaft ein. Dieses sinnstiftende Projekt könnte jetzt aber aufgrund geplanter Strukturänderungspläne beim Bundesheer wie ein Luftballon zerplatzen.

Ende 2018 ging die 6. Gebirgsbrigade eine mehr als nachvollziehbare Partnerschaft mit der Bergrettung Tirol, dem größten Rettungsdienst im alpinen Bereich in Österreich, ein. Dazu Brigadier Johann Gaiswinkler, Kommandant des militärischen Großverbandes: „Sie ist gut angelaufen und wäre weiter ausbaufähig.“ 

Allerdings ist die Kooperation gefährdet, da seitens der Politik und auch des Verteidigungsministeriums darüber nachgedacht wird, die derzeit bestehenden Brigaden in Österreich aufzulösen, um daraus eine neue Struktur zu errichten. Laut Gaiswinkler ist sein Verband in Österreich und seit 2012 auch in der EU jedoch als der militärische Fähigkeitsträger für jegliche Belange im alpinen und hochalpinen Bereich anerkannt.

Soldaten ein Mehrwert für die Bergrettung
In der 1400 Soldaten zählenden 6. Gebirgsbrigade, deren Einheiten sich von Vorarlberg bis Kärnten erstrecken, befinden sich 478 bestens ausgebildete Gebirgsspezialisten. Zwei Drittel dieser Berufssoldaten sind in ihrer Freizeit ehrenamtlich bei der Bergrettung tätig. Aber nicht nur die bestens ausgebildeten Alpinsoldaten des Bundesheeres stellen für die Tiroler Bergrettung eine wesentliche Unterstützung bei der Erfüllung ihres immer aufwendiger werdenden Bereiches dar.

Hilfe durch Infrastruktur des Bundesheeres
So ist auch die Infrastruktur des Bundesheeres aktuell mehr denn je gefragt. Laut Landesleiter Hermann Spiegl konnte die Bergrettung Tirol im heurigen Corona-Jahr finanziell nur deshalb überleben, weil sie durch den Umbau ihres Ausbildungszentrums im Jamtal für Schulungen auf das Hochlager Lizum/Walchen ausweichen konnte. „Die Bergrettung Tirol agiert mit ihrem Können weltweit in der Oberliga. Das Gleiche gilt für die 6. Gebirgsbrigade und ihre Kompetenzen“, meint Spiegl abschließend.

Hubert Berger, Kronen Zeitung

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