04.08.2020 13:45 |

Schon für tot erklärt

„Mordopfer“ versteckte sich jahrelang in Wald

Jahrelang wurde er für tot gehalten, jetzt ist Ricardas Puisys lebend in einem Waldversteck in Großbritannien entdeckt worden. Der 40-Jährige wurde nahe dem Städtchen Wisbech im Gestrüpp gefunden und steht nun unter Polizeischutz. Der Litauer, der zuletzt 2015 gesehen worden war, habe jahrelang unter „extrem schwierigen Bedingungen“ gelebt. Nach Puisys Verschwinden ging die Polizei lange davon aus, dass der Mann einem Mordverbrechen zum Opfer gefallen war.

Der Vermisste hatte vor seinem Verschwinden vor knapp fünf Jahren in der Umgebung in der Landwirtschaft geholfen. Die Polizei geht davon aus, dass der damals 35-Jährige ausgebeutet worden war und daher die Entscheidung traf, wegzulaufen. Er sei ein „Opfer von Verbrechen“ und moderner Sklaverei gewesen, so Robert Hall von der zuständigen Polizeibehörde. Puisys habe sich versteckt und lange Zeit mit niemandem gesprochen.

Gesehen wurde Puisys zuletzt am 26. September 2015 in Chatteries in Begleitung einer kleinen Gruppe von Männern aus Litauen. „Seitdem war er verschwunden.“ Es gab „echte Bedenken, dass Ricardas an diesem Abend zu Schaden gekommen war“, so Hall zum Cambridgeshire Constabulary. „Er kehrte am Montag, dem 28. September 2015, nicht wie erwartet zur Arbeit zurück.“ Die Polizei ging daher - obwohl keine Leiche gefunden wurde - von einem Gewaltverbrechen bzw. Mord aus.

Im vergangenen November war plötzlich ein Facebook-Account auf den Namen des Mannes mit Bildern von ihm veröffentlicht worden. Die Ermittler konnten damals aber nicht verifizieren, ob er noch lebt. Ende Juni folgte schließlich der entscheidende Hinweis.

Puisys Auffinden wurde erst jetzt bekannt. Die Polizei wollte zuvor noch Schutzmaßnahmen für den Mann ergreifen.

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