Nicht nur in den Schulen, auch an der Linzer JKU wird der Start im Herbst von Ungewissheit überschattet. Noch ist man mit der Aufarbeitung des ersten „Corona-Semesters“ beschäftigt. „Die Situation war von Fach zu Fach anders“, sagt etwa Alexander Famler, Student der Wirschaftsinformatik. Aus der Med-Fakultät hört man, dass Vorlesungen teils gar nicht stattfanden. Der Herbst wirkt unklar.
Über den Sommer sind die Institute der JKU mit der Evaluierung der Vorlesungen und Praktika beschäftigt: „Gerade nach diesem Semester ist es ratsam, die Ergebnisse in die Planung des nächstes Semesters einfließen zu lassen“, appelliert Mario Hofer (21), ÖH-Vorsitzender an die Uni: „Es sind nachvollziehbare Fehler passiert, aber daraus müssen wir Lehren ziehen, es ist die Chance zur Weiterentwicklung vor allem bei der Digitallehre.“
Bei uns hat es alles in allem gut funktioniert, aber die Situation war von Fach zu Fach anders. Ich habe gehört, dass es bei Jus Probleme gab. Wir bekommen zwar laufend Mails, das kommende Semester oder Corona betreffend, aber nichts Konkretes.
Alexander Famler (23) aus Linz, studiert Wirtschaftsinformatik
Luft nach oben
Für Mathematik-Student Markus Heiss (23) ist ebenfalls Luft nach oben, vor allem im Hinblick auf den Start im Herbst: „Es wäre schön, rechtzeitig zu wissen, was wann ist.“
„Präsenzphasen sind notwendig“
„Wir sind Tempomacher!“, versichert Hofer, der Dialog mit dem Rektorat laufe gut. Dass an der Med-Fakultät viele Live-Vorlesungen keinen digitalen Ersatz bekamen, sollte nicht mehr sein: „Studienfortschritt muss gewährleistet werden.“ Auch „Präsenzphasen“ sind notwendig, „wir setzen uns dafür ein“.
Wir waren das erste Mal in dieser Situation, derzeit sind wir mitten in der Evaluierung. Wir planen im Herbst vermehrt Präsenzveranstaltungen, wollen sie mit so vielen Personen durchführen, wie es Regeln zulassen und gleichzeitig für andere übertragen.
Primar Franz Fellner, Studiendekan der Medizinischen Fakultät
„Elastischer“ Herbst
Für Franz Fellner (54), Studiendekan der Med-Fakultät ist ebenso das letzte Wort noch nicht gesprochen: „Wir wollen dem genau nachgehen, was nicht stattgefunden hat“, sagt der Radiologe. „Wir werden nach der Urlaubszeit besprechen, welche Maßnahmen notwendig sind.“ Den Herbst sieht er „situationselastisch, wir wollen Konzepte mit Präsenz und digitaler Übertragung bis Ende August parat haben“.
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