Bergleute-Rettung
Chile: Unbekannte klauen wichtiges Bohrer-Zubehör
Die entwendeten Metallteile wiegen jeweils etwa 150 Kilogramm, zitierte die Zeitung "El Mercurio" den Kommissar Gaston Herrara am Samstag. Die Polizei will nun insgesamt 40 Personen vernehmen. Sie arbeiteten alle an den Rettungsbohrungen mit.
Familienangehörige, die seit Wochen am Bergwerk in einem Zeltlager campieren, stünden nicht im Verdacht, sagte der Polizist. Das Bohrzubehör sei in einem Teil der Mine gelagert gewesen, zu dem sie keinen Zugang hätten. Die Bohrarbeiten seien von dem Diebstahl derzeit zum Glück noch nicht unmittelbar betroffen.
Zweiter Bohrer steckt fest
Der Bohrer Strata 950, der seit fast zwei Wochen im Einsatz ist, sei inzwischen auf einer Tiefe von 195 Meter angekommen, teilten die Ingenieure mit. Bei 300 Meter Tiefe müsse dieses Gerät jedoch eine Pause einlegen, um Veränderungen am Bohrkopf vornehmen zu können.
Der zweite Bohrer vom Typ Schramm T-130 war Samstag früh lahmgelegt. Arbeiter versuchten mit einem starken Magneten, einen Teil des Bohrkopfes nach oben zu ziehen, der sich im Bohrloch verklemmt habe. Ein dritter, wesentlich größerer Bohrer soll in etwa zwei Wochen einsatzbereit sein.
Kumpel dürfen nun auch rauchen
Den seit dem 5. August Verschütteten geht es den Umständen entsprechend weiter gut. Sie werden durch insgesamt drei enge Röhren mit Nahrung, Wasser, Medikamenten, Kleidung, Nachrichten ihrer Angehörigen und seit Samstag auch mit Zigaretten versorgt.
Es seien Verbesserungen in der Luftzufuhr erreicht worden, teilte Gouverneur Ximena Matas mit. Die Kumpel bekämen nun zwei Zigaretten-Packungen pro Tag. "Wir haben ihnen Zigaretten hinuntergeschickt. Einer von ihnen wird sie verteilen", sagte Matas.
Bisher erhielten die Bergleute Nikotinpflaster. Da diese aber offenbar nicht bei allen Rauchern unter den Eingeschlossenen die erwünschte Wirkung hatten, gibt es nun auch Zigaretten.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.