26.07.2020 11:00 |

Katastrophe verhindert

Lkw in Vollbrand: Fahrer reagierte heldenhaft

Plötzlich sah er Flammen im Rückspiegel: Lkw-Fahrer Florian Mair war Samstagfrüh auf der Tiroler Inntalautobahn bei Wiesing unterwegs, als der Lkw auf seinem Auflieger, wie berichtet, in Brand geriet. Der Oberländer reagierte geistesgegenwärtig, fuhr auf den Pannenstreifen, entkoppelte die Zugmaschine und rief die Einsatzkräfte.

„Die Leute tun ja fast so als hätte ich ein Kind gerettet“, lacht Florian Mair Samstagmittag ins Telefon. Dabei sei außer einem Sachschaden doch gar nichts passiert. Dass das der Fall ist, ist aber das Verdienst des 43-Jährigen - auch wenn er sich bescheiden zurückhält. Der Lkw-Fahrer war um kurz nach 6 Uhr auf der Inntalautobahn bei Wiesing unterwegs - „gut drauf“, wie er sagt, „und nicht mehr allzu weit von Zuhause entfernt.“

„Flämmchen“ war riesige Flamme
Tatsächlich war das Ziel des Oberländers Inzing, wo er einen Lkw, den er in Salzburg abgeholt hatte, abgeben sollte. Doch es kam anders. „Plötzlich sah ich im Rückspiegel ein Flämmchen“, schildert der Fahrer im Gespräch mit der „Tiroler Krone“. Er bremste ab und merkte schnell, dass sich „das Flämmchen“ bei hoher Geschwindigkeit nur „getarnt“ hatte - und in Wahrheit schon ziemlich groß war.

„Das Erste, was mir durch den Kopf ging, war: ,Rufe ich nun 133 oder 144 an‘“, erzählt der 43-Jährige. Er entschied sich für die Polizei, die mit am Telefon blieb, als der Tiroler in kürzester Zeit noch weitere Entscheidungen traf. Denn anstatt sofort auf einen Pannenstreifen zu fahren, lenkte er sein Fahrzeug weiter.

Übergreifen auf Sattelzug verhindert
„Zwischen Jenbach und Wiesing stehen Lärmschutzwände und die hätten es der Feuerwehr erschwert, hinzuzukommen“, erklärt er. Er fuhr aus diesem Bereich heraus, brachte das Fahrzeug auf dem Pannenstreifen auf Höhe der Auffahrt Jenbach zum Stillstand, entkoppelte den Auflieger und verhinderte so ein Übergreifen des Feuers auf das Sattelzugfahrzeug.

Kurz darauf war auch schon die Freiwillige Feuerwehr Jenbach mit 30 Einsatzkräften vor Ort und brachte den Brand rasch unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand. Ursache dürfte ein technischer Defekt gewesen sein.

Natürlich sei er aufgeregt gewesen, sagt Mair, aber Panik nütze in so einer Situation auch nichts. Vor zwei Tagen war er von Zuhause losgefahren. „Meine Frau hat gesagt, komm gesund wieder heim - und das habe ich gemacht.“ 

Anna Haselwanter
Anna Haselwanter
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