Bis nach Passau

Lenker “fand einfach Gefallen an Verfolgungsjagd”

Oberösterreich
10.09.2010 13:55
Eine "Mordsgaudi" hat ein offenbar geistig verwirrter Deutscher gehabt, als er sich in der Nacht auf Freitag eine wilde Verfolgungsjagd mit neun deutschen und österreichischen Polizeistreifen von Schärding bis Passau geliefert hat.

Kurz nach Mitternacht wollten Polizisten in Schärding die Papiere des Lenkers kontrollieren. Dieser hielt nichts davon und gab einfach Gas. Vermutlich dachte er, die Polizei müsste die Jagd an der Staatsgrenze abbrechen - ein entscheidender Irrtum. Der 45-jährige Lenker - erst vor Kurzem aus einer Psychiatrie-Klinik entlassen - gab aber trotzdem nicht auf.

Im Auto eingeschlossen
Der Deutsche raste mit viel zu hoher Geschwindigkeit durch mehrere Ortschaften. Er missachtete einige Straßensperren, ehe er nach rund 30 Kilometern in Passau doch noch gestoppt wurde. Das Ende der Geschichte? Nein. Der Deutsche schloss sich in seinem Fahrzeug ein. Die Polizisten mussten eine Scheibe einschlagen, um den Lenker festzunehmen.

Dieser gab bei seiner Festnahme an, er habe einfach "Gefallen an der Verfolgungsjagd" gefunden. Es sei "so spannend gewesen, von so vielen Polizeiautos verfolgt zu werden". Und das, obwohl er leichte Verletzungen erlitten hatte. Da er laut Polizei offensichtlich psychisch beeinträchtigt war, wurde der 45-Jährige ins Spital eingeliefert.

In derselben Nacht hat die Polizei auch zwei verdächtige Tschechen über die Staatsgrenze hinweg verfolgt und verhaftet - siehe Infobox.
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