Vier Jahre Haft
Priester in England schloss mehr als 360 Scheinehen
Wer in Großbritannien nach anglikanischem Ritus kirchlich heiratet, muss nicht zwingend auch noch zum Standesamt, damit die Ehe vor dem Gesetz gilt.
Auch Komplizen müssen hinter Gittern
Dies sei der größte derartige Fall in der britischen Geschichte, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auch die zwei Komplizen des 61 Jahre alten Geistlichen wurden zu jeweils vier Jahren Haft verurteilt. Allen drei war vorgeworfen worden, den Immigranten dabei geholfen zu haben, die Gesetze zu brechen. In einem Großteil der Fälle heirateten Männer aus Nigeria Frauen aus osteuropäischen Ländern. Die Frauen bekamen dafür bis zu 3.000 Pfund (3.600 Euro), oft aber weniger als vereinbart.
In vier Jahren 30 Mal so viele Hochzeiten wie sonst
Das Geschäft war aufgeflogen, weil die Statistik der kleinen Pfarrei im Städtchen St Leonards-on-Sea plötzlich Kopf stand: In vier Jahren stieg die Zahl der Hochzeiten um das Dreißigfache. Auch waren die Einnahmen der Kirche nach Beginn der Betrugsserie auf bis zu 22.000 Pfund im Halbjahr hochgeschnellt.
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