Experten warnen

Lautloser Todeskampf von Kindern gegen Ertrinken

Oberösterreich
12.07.2020 09:00
Es waren immer Schutzengel in der Nähe und haben drei Kindern in Freibädern und Seen das Leben gerettet. Zuletzt in St. Marienkirchen/Schärding, wo der dreijährige Yakup schon reglos im Becken trieb, als seine Mama gerade die Badesachen zusammenpackte. Mediziner mahnen: Selbst ältere Kinder ertrinken lautlos!

Erina im Freibad Wels war 6 Jahre alt, als sie vor zwei Wochen unterging, von Bademeistern wiederbelebt wurde. „Kinder, die schwimmen können und denen die Kraft ausgeht, kämpfen 20 bis 60 Sekunden an der Oberfläche mit Armschlagen, dann gehen sie lautlos unter“, sagt Dr. Holger Till von der Gesellschaft für Jugendheilkunde und ergänzt: „Sie haben keine Kraft, um zu schreien oder sich anders bemerkbar zu machen.“

Maximal eine Armlänge Abstand
Aus seiner Schwimmhilfe war am Vorderen Langbathsee ein kleines Mädchen gerutscht, ein Wasserretter stand zum Glück daneben. Der Unfall in St. Marienkirchen/Sch. war klassisch: Yakup (3) fiel neben der Mama ins Becken, ging unbemerkt unter, ehe eine 33-Jährige ihn treiben sah und mit dem Bademeister reanimiert. Der Bub wird wieder gesund. Wasserretter bitten: „Bei Kindern, die nichts schwimmen können, maximal eine Armlänge Abstand im Wasser halten.“

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