Was passiert, wenn ein geliebtes Haustier stirbt? FPÖ-Gemeinderätin Ute Klitsch will in Linz neue Möglichkeiten für einen würdevollen Abschied schaffen. Dabei hat sie auch die LINZ AG im Visier. Doch braucht es dafür tatsächlich ein zusätzliches Angebot? Schließlich gibt es in der Region bereits Alternativen.
Für die einen ist es „nur“ ein Hund oder eine Katze. Für andere ein Familienmitglied, das sie über viele Jahre begleitet hat. Und wenn der geliebte Vierbeiner eines Tages für immer die Augen schließt, bleibt nicht nur eine große Lücke, sondern oft auch die Frage: Wohin mit dem verstorbenen Tier?
Einen würdevollen, letzten Weg
FP-Gemeinderätin und Tierschutzsprecherin Ute Klitsch fordert die Errichtung eines eigenen Tierfriedhofs samt Tierkrematorium durch die Linz AG. Auch Räumlichkeiten für persönliche Abschiedszeremonien schweben ihr vor. „Tiere schenken uns bedingungslose Liebe, Vertrauen und unzählige schöne Erinnerungen. Deshalb sollten wir ihnen auch einen würdevollen letzten Weg ermöglichen“, erklärt die Freiheitliche.
In Pasching seit über 35 Jahren
Ganz neu ist die Idee in der Region freilich nicht. In Pasching gibt es bereits seit fast vier Jahrzehnten einen Tierfriedhof samt Krematorium. Dort können Tierbesitzer ihre verstorbenen Lieblinge einäschern und in Urnengräbern beisetzen lassen. Auch persönliche Abschiedsmöglichkeiten werden angeboten. Größere Tiere mit mehr als 30 Kilogramm werden allerdings zur Einäscherung an einen Partnerbetrieb in der Steiermark übergeben.
Rosengarten seit Anfang Oktober
Dass der Wunsch nach einem Ort des Gedenkens durchaus vorhanden ist, zeigt auch ein neues Projekt in St. Peter. Dort wurde erst Anfang Oktober ein Rosengarten eröffnet, in dem verstorbenen Haustieren mit persönlichen Gedenktafeln ein Andenken gesetzt werden kann.
„Wollen leistbares Angebot schaffen“
Eine kostengünstigere Alternative zum klassischen Tierfriedhof. Klitsch möchte allerdings einen Schritt weitergehen und die Linz AG ins Boot holen. Schließlich verfügt diese mit ihren Friedhöfen und Bestattungseinrichtungen bereits über entsprechende Erfahrung. „Unser Ziel ist nicht, mit der Trauer von Tierbesitzern Geld zu verdienen, sondern ein würdevolles und zugleich leistbares Angebot zu schaffen“, betont die FP-Politikerin.
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