Mofaunfälle

Verkehrslandesrat: “Wir haben genug Schulungen”

Oberösterreich
05.09.2010 18:47
Zwei 15-Jährige und ein 16-Jähriger sind in der vergangenen Woche bei Mofaunfällen gestorben. Die Fahrausbildung könnte leicht verbessert werden, doch Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger (SPÖ) sieht dazu keinen Grund: "Wir haben genug Schulungen."

Sicher, die beiden 15-jährigen Freunde aus Riedau sind "nur" Einzelschicksale. Sie starben, wie berichtet, in Zell an der Pram, weil der junge Mofalenker beim Einbiegen in eine Kreuzung vor ein Auto gefahren war. Auch der 16-Jährige aus Enns ist "nur" eine weitere Zahl in der Unfallstatistik. Er war am Montag voriger Woche am Weg zur Arbeit in Linz-Ebelsberg mit dem Moped tödlich verunglückt. Allein im Vorjahr wurden zehn junge Oberösterreicher bei Mopedunfällen getötet.

Steirisches Modell könnte Ausbildung verbessern
Seit 2002 die Bestimmungen fürs Mofafahren gelockert worden sind, steigen die Unfallzahlen bei den Teenagern. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit bietet in der Steiermark in den Schulen erfolgreich Mopedworkshops an. In Oberösterreich besteht von Landesseite kein Interesse an der Zusatzausbildung.

SPÖ-Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger: "Da muss man schon die Kirche im Dorf lassen. Wir haben bereits entsprechende Schulungsmaßnahmen und Erziehungsprogramme, führen in den Berufsschulen einen Mopedsimulator vor. Ich werde mir das steirische Modell noch einmal genauer anschauen. Grundsätzlich bin ich aber überzeugt, dass wir uns von dort sicher nichts abschauen müssen."

von Christoph Gantner, "OÖ Krone"

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