Schulen in OÖ:

Die Lust am Musizieren mit Videos aufrecht halten

Oberösterreich
09.07.2020 16:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich
„Das Wichtigste ist, den Kontakt zu den Musikschülern aufrecht zu erhalten“, sagt Christian Denkmaier, Direktor der Musikschule der Stadt Linz. Im Lockdown gab es Fernunterricht und derzeit wieder, denn „seine“ Schule ist von den coronabedingten Schließungen betroffen. Für die „Krone“ bilanziert er das musikalische Corona-Semester.

„Krone“: Eine Musikschule, die Fernunterricht bietet?
Christian Denkmaier: Natürlich. Das Wichtigste ist, kontinuierlichen Kontakt zu den Schülern und die Lust am Musizieren aufrecht zu erhalten. Fernunterricht war im Einzelunterricht problemlos, bei Partner- und Ensemblestunden nur bedingt und in Gruppen gar nicht möglich. Wir haben daher bei Ensembles teils auf Einzelbetreuung umgestellt. Insgesamt haben wir aber sicherlich 80 Prozent unserer Schüler erreicht.

„Krone“: Ein Projekt spielte ja eine wichtige Rolle.
Christian Denkmaier: Ja, jeder Schüler konnte sich selbst beim Musizieren filmen und die Videos auf die Youtube-Seite der Musikschule laden. Das schürte die Lust und motivierte, wir hatten tausende Zugriffe.

„Krone“: Ihre persönliche Bilanz?
Christian Denkmaier: Ich glaube, im Corona-Semester ist jedem klar geworden, dass Präsenzunterricht einen großen Wert hat.

„Krone“: Was bringt der Herbst?
Christian Denkmaier: Jeder wünscht sich, dass es normal wird, aber wir bereiten uns auf alle Szenarien vor. Wir wollen uns große Räume, Turnsäle borgen, in denen wir Gruppenunterricht mit Abstand durchführen können. Die Singschule könnten wir auch in einer Art Schichtbetrieb weiterführen.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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