Hilfsbereitschaft wird unter den Tirolern offenbar groß geschrieben: Laut Caritas-Direktor Georg Schermer sind bislang 320.000 Euro an Spendengeldern für Caritas-Projekte im Krisengebiet eingegangen. Erst vergangene Woche beschloss auch noch die Tiroler Landesregierung ein Hilfspaket von 60.000 Euro.
Das Geld ist mehr als nötig: "Die Situation in Pakistan ist nach wie vor prekär. In den nördlichen Gebirgsregionen ist das Wasser zwar zurückgegangen, im Süden jedoch mussten vergangene Woche immer noch Hunderttausende Menschen aufgrund der horrenden Wassermassen evakuiert werden", berichtet Thomas Preindl, Katastrophenhelfer der Caritas, von den Schreckensszenarien im pakistanischen Katastrophengebiet.
Tiroler Gelder für kleine Wunder
Mehr als 17 Millionen Menschen sind seit August von den schweren Überschwemmungen betroffen. 1,2 Millionen Häuser - zumeist aus Lehm - wurden bislang zerstört. Die Zahl der Todesopfer liegt derzeit bei 1.600 - droht jedoch aufgrund der Folgen der Katastrophe in die Höhe zu schnellen. Unterernährung, Durchfall, Hautkrankheiten und Infektionen sind - besonders bei Kindern - weit verbreitet. Die gesamte Infrastruktur ist zerstört. "Rund 700.000 Hektar Ackerfläche wurden durch die Überschwemmungen verschlammt. Die Böden sind hart wie Asphalt und für die landwirtschaftliche Produktion völlig unbrauchbar", so Preindl.
Mit dem Tiroler Spendengeld versuche man aber gezielt, kleine Wunder zu bewirken, um das Leid der Menschen im Krisengebiet ein wenig zu vermindern.
von Hubert Rauth, Tiroler Krone
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