Wer im Sommer eine Schneeballschlacht machen will, der muss entweder eine schweißtreibende Bergtour in das Hochgebirge machen oder bequem mit dem Auto über die Großglockner-Hochalpenstraße fahren.
"Bereits Anfang Juni decken wir mehrere hundert Quadratmeter Schnee mit einer speziellen Folie mit UV-Beschichtung ab, damit uns der Schnee nicht wegschmilzt", verrät Betriebsleiter Peter Embacher von der Großglockner-Hochalpenstraße: "Ende August decken wir den Schnee dann ab und die Leute können darin herumrutschen, den Schnee berühren oder sich eine Schneeballschlacht liefern."
900.000 Besucher pro Jahr
Was auf den ersten Blick kurios wirkt, ist in Wahrheit die Touristen-Attraktion schlechthin. Embacher: "Wir haben jährlich 900.000 Besucher, darunter viele, wie etwa aus dem Arabischen Raum, die noch nie zuvor in ihrem Leben Schnee berührt haben." Ohne die Schutzfolien, die in manchen Gletschergebieten auch zum Schutz des ewigen Eises verwendet werden, würde das Schneefeld im Sommer einfach zu schnell abschmelzen.
Versuche für künstlichen Gletscher
Es gab sogar schon Versuche, einen künstlichen Gletscher zu errichten. Mit einer Technik, die auch im Ski-Weltcup verwendet wird, wollte die Großglockner Hochalpenstraße AG Wasser mit Hochdruck in den Schnee injizieren, damit der Schnee länger hält. Funktioniert hat es aber nicht. Seither werden die Spezialplanen verwendet. Es sieht zwar nicht toll aus, aber es funktioniert.
von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"
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