Trauriger Rekord
Kumpel in Chile bereits seit 26 Tagen verschüttet
Die Leidenszeit der in Chile seit dem 5. August Eingeschlossenen ist aber noch lange nicht zu Ende: Bis sie wieder das Licht der Sonne erblicken, könnten noch bis zu vier Monate vergehen. So lange wird es voraussichtlich dauern, einen Rettungsschacht zu den in 700 Metern Tiefe festsitzenden Männern zu bohren.
Die Arbeiten dazu haben in der Nacht auf Dienstag begonnen. Der Spezialbohrer Strata 950 soll mit Hilfe eines deutschen Bohrkopfes einen in der Endphase 66 Zentimeter breiten Schacht bohren. Durch ihn könnten die Kumpel der Mine San Jose in der Atacama-Wüste möglichst noch vor Weihnachten einer nach dem anderen an die Oberfläche gezogen werden. Angehörige der seit einem Stolleneinsturz eingeschlossenen Kumpel kampieren seit Wochen im harschen Wüstenklima bei der Mine (im Bild ein "Altar" für einen der Verschütteten).
NASA-Erfahrungen sollen helfen
Auch Experten der US-Weltraumbehörde NASA trafen mittlerweile in Chile ein. Die drei Ärzte und ein Ingenieur vom Johnson Raumfahrtzentrum im texanischen Houston wollen die Chilenen bei der Betreuung der seit dem 5. August festsitzenden Bergarbeiter beraten. Die Erfahrungen aus der bemannten Raumfahrt sollen helfen, die Eingeschlossenen körperlich und geistig fit zu halten.
Den Verschütteten, die über enge Röhren mit dem Nötigsten versorgt werden, ging es den Umständen entsprechend gut. Sie zogen inzwischen in einen trockeneren Teil des Bergwerkes um. In einem neuen kurzen Video aus der Tiefe waren sie bei guter Gesundheit und Stimmung zu sehen.
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