Neue Asylwelle

Thalham: Klares Nein zu mehr Asylanten

Das Innenministerium erwartet eine neue Asylantenwelle. Der Bürgermeister von St. Georgen im Attergau, Wilhelm Auzinger (Bild), glaubt nicht, dass sein Aufnahmezentrum in Thalham wieder belastet wird: Erst im April wurde ein Asyl-Vertrag abgeschlossen.

"Krone": Wie ist die aktuelle Stimmung im Ort zum Erstaufnahmezentrum Thalham?
Wilhelm Auzinger: Zur Zeit ist es ruhig. So, wie es sich entwickelt hat, können wir einigermaßen gut damit leben. Das Lager ist jetzt mit etwa 100 Leuten auch nicht voll ausgelastet.

"Krone": Das war nicht immer so...
Auzinger: Wir hatten am Anfang große Probleme – etwa mit vielen Diebstählen im Ort. Doch wir haben jahrelang an Verbesserungen gearbeitet und es hat sich ausgezahlt. Den Vertrag, den wir im April mit Innenministerin Fekter und Landeshauptmann Pühringer geschlossen haben und der die Asylwerberzahl auf 120 begrenzt, hat die Situation verbessert. Daher ist ganz klar: Mehr dürfen nicht kommen – bei mehr Asylwerbern brauchen wir in Österreich ein drittes Lager.

"Krone": Fekter möchte eine Anwesenheitspflicht am Beginn des Aufnahmeverfahrens. Ihre Meinung zu dieser Forderung?
Auzinger: Den Leuten ist in den ersten zwei bis drei Wochen das Aufhalten im Lager zumutbar, das ist kein Einsperren. Sie können sich im 40.000 Quadratmeter großen Gelände in Thalham frei bewegen  – mit guter Infrastruktur und Möglichkeiten zur Unterhaltung.

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Samstag, 05. Dezember 2020
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