12.06.2020 06:01 |

Razzia mit Folgen

Bilanz nach Corona-Party: Insgesamt 160 Anzeigen

60 Feierwütige tanzten und rauchten, wie berichtet, in Wien ausgelassen auch nach Mitternacht noch bei Schlager und Popmusik - was in Zeiten von Corona-Verordnungen (noch) verboten ist. In der Nacht auf Donnerstag griffen Polizei und Magistrat in einem Lokal in Simmering ein. Auf die wilde Partynacht folgte Katerstimmung: 160 Anzeigen!

Von Kirtag über Oktoberfest und Après-Ski - in dem Tanzpalast in Wien-Simmering stehen gute Stimmung und volkstümliche Musik seit Jahren an der Tagesordnung. Dass man es hier mit Gästen jedoch auch in der Nacht krachen lässt, ist aufgrund der aktuell noch geltenden Regierungsverordnungen zumindest bis kommenden Montag eigentlich verboten. Doch diese Frist wollte man hier in Hinblick auf den Feiertag offensichtlich nicht mehr abwarten.

In letzter Zeit trudelten bei der Polizei bereits in aller Regelmäßigkeit saftige Beschwerden über das rege Treiben im Südosten Wiens ein. Was das Magistrat Donnerstag um 0.25 Uhr dazu veranlasste, gemeinsam mit den Uniformierten genauere Kontrollen durchzuführen.

Frau festgenommen
Im Tanzpalast feierten bei der Ankunft der Exekutive 60 Gäste - der größte Teil von ihnen ohne Einhaltung von Sicherheitsabstand oder der Maskenpflicht - in die Nacht hinein. Mehrere Kellner waren ebenfalls vor Ort und ignorierten eine ganze Reihe an Corona-Erlässen. Während die Polizisten ihre Arbeit versahen und die Menschenansammlung auflösten, verhielt sich ein weiblicher Gast aggressiv. Die Frau musste schließlich festgenommen werden.

Die Bilanz der feuchtfröhlichen Nacht: 160 Anzeigen wegen Corona-Verstößen, je drei nach dem Veranstaltungsgesetz und der Gewerbeordnung. Auch gegen das Nichtraucherschutzgesetz wurde verstoßen.

Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

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