„Schandfleck“ saniert

Industrie-Altlast in Klagenfurt endlich beseitigt

Kärnten
04.06.2020 06:37
Porträt von Thomas Leitner
Von Thomas Leitner

Eine der gefährlichsten Industrie-Altlasten des Landes ist endlich saniert! In monatelanger Arbeit wurden die kontaminierten Fabrikshallen der ehemaligen Lederfabrik Neuner geschleift, Giftfässer verbracht und kontaminierte Erde abgetragen. Heute, Donnerstag, präsentiert die Stadt Klagenfurt die Ergebnisse des Sanierungsprojektes. Auf dem Areal entsteht ein neuer Stadtteil.

Giftiges Chrom VI und Quecksilber verseuchten jahrzehntelang Boden und Grundwasser mitten in Klagenfurt. Das giftige Erbe aus einer Zeit, in der Umweltschutz noch keine unternehmerische Kategorie war, ist jetzt saniert: 20.000 Kubikmeter Aushubmaterial, so viel wie 550 Güterwaggons transportieren können, wurden abgetragen, die Fabrikshallen wurden dekontaminiert und geschleift, 500 Tonnen Chemikalien wurden gesichert und werden nun in einer Untertagedeponie gelagert. Heute werden Bürgermeisterin Maria Luise Mathiaschitz und Stadtrat Frank Frey die detaillierten Ergebnisse des Umweltprojektes sowie die weiteren Pläne für das wertvolle Grundstück in der Landeshauptstadt präsentieren. Mathiaschitz: „Die Sanierung ist abgeschlossen. Eine unglaubliche Aufwertung - wir haben ein riesiges Grundstück gewonnen.“

Auf dem Areal sollen neue soziale Wohnbauten entstehen. Was die drei auserwählten Bauträger genau errichten dürfen, soll nun bei einem Architektenwettbewerb entschieden werden. „Das Ziel ist, einen attraktiven Stadtteil ,an der Walk’ zu schaffen“, will die Bürgermeisterin vor der heutigen, offiziellen Präsentation noch nicht zu viel verraten. Die Sanierungskosten von 11,2 Millionen Euro wurden zu 80 Prozent mit Steuergeld aus dem Altlastensanierungsfonds finanziert. 2,25 Millionen zahlt die Porr.

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