03.06.2020 05:00 |

Gefäßverkalkung

Cholesterin: Gefahr auch bei Jüngeren

Die neuesten Zahlen zu erhöhten Blutfetten bei jüngeren Menschen sind alarmierend! Bereits 30-Jährige weisen bedenkliche Werte auf. Das Risiko für Gefäßerkrankungen ist bei ihnen extrem hoch. Experten empfehlen daher, schon früh das Blut überprüfen zu lassen.

Während in der zweiten Lebenshälfte viele ihr Cholesterin kennen, gibt es gerade bei Jüngeren Grund zur Sorge. Eine Studie der Queen’s University Belfast (GB) und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (D) ergab, dass Personen, die mit Anfang 30 einen stark erhöhten Wert aufweisen, später anfälliger für Herzinfarkte und Schlaganfälle sind.

„Der Körper benötigt eine gewisse Menge an Cholesterin“, erklärt Prim. Dr. Thomas Bamberger, Leiter der Abteilung für Innere Medizin am Klinikum Schärding (OÖ) anlässlich des „Tages des Cholesterins“ am 3. Juni. „Aber ein zu hoher Cholesterinspiegel kann durch Gefäßverkalkungen Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen.“

Wer Cholesterin früh senkt, bleibt länger gesund. Anhand der Langzeitdaten - untersucht wurden bei der Studie Cholesterinwerte und Herzfunktionen von fast 400.000 Menschen über einen Zeitraum von 43 Jahren - berechneten dieForscher, dass ein Absenken der Werte spätestens ab dem Alter von 30 Jahren dasRisiko für Herzerkrankungen um bis zu drei Viertel reduzieren kann. Auch stellten sie fest, dass Frauen unter 45, die früh auf ihren Cholesterinspiegel achten, ihr Risiko für Herzerkrankungen von 16 auf vier Prozent senken können, Männer immerhin von 29 Prozent auf sechs Prozent.

„Neben dem Referenzwert im Blutbild sind auch Alter, Geschlecht und individuelle Risikofaktoren mit ausschlaggebend, weshalb eine medizinische Abklärung ratsam ist“, betont der Mediziner. Als Prävention empfiehlt der einen gesunden Lebensstil mitregelmäßiger Bewegung und dem Vermeiden oder Abbau von Übergewicht. Dazu gehörtauch eine ausgewogene Ernährung mit viel Fisch, magerem Geflügel, fettarmenMilchprodukten, pflanzlichen Fetten und Ölen (nicht Palm- und Kokosnussöl), Nüssen,viel ballaststoffreichen und wenig zuckerhaltigen Speisen und Getränken.

Mögliche Ursachen für erhöhte Werte sind viel rotes Fleisch und Wurst, gesättigte Fettsäuren und Trans-Fettsäuren. Erkrankungen wie Diabetes und Adipositas,eine Schwangerschaft, die Einnahme von bestimmten Medikamenten oder eine erblicheVorbelastung können ebenfalls einen negativen Einfluss haben.

Karin Rohrer, Kronen Zeitung

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