20.05.2020 07:30 |

Leichtathletik

„Das war ein echter Schock für mich“

Nicht nur die Corona-Krise machte Hürden-Ass Stephanie Bendrat einen Strich durch die Jahres-Rechnung 2020: Ein Knochenmarksödem in linken Knöchel zwingt die 28-jährige Leichtathletin der Union Salzburg zu einer wochenlangen Pause. Sollte die Heim-Staatsmeisterschaft in Rif Ende August stattfinden können, bleibt das aber noch ein Ziel für sie.

Olympia in Japan auf 2021 verschoben, die Europameisterschaft in Paris abgesagt. Die Leichtathletik-Highlights des Jahres hat Corona „verblasen“. Dennoch wollte Hürden-Sprinterin Stephanie Bendrat nach einer verkorksten letzten Saison heuer zeigen, was sie draufhat. Immerhin ist die Athletin der Union Salzburg eine der wenigen mit internationalen Erfolgserlebnissen – wie Rang 13 bei der Hallen-WM 2016 oder Rang 15 im Jahr 2018. Die 100-Meter-Hürdenbestzeit (12,94) kann sich sehen lassen. Aber 2020 hat sich nicht nur coronabedingt ganz anders entwickelt als geplant.

Mehr Zeit für Studium der Wirtschaftspsychologie

Die 28-Jährige, die seit 2018 mit ihrer Trainingsgruppe nahe Bochum stationiert ist, merkte vor drei Wochen zunächst ein Zwicken im linken Sprunggelenk. „Dann habe ich kaum mehr auftreten können.“ Nach fünf Tagen Pause folgte eine MRT-Untersuchung. Ergebnis: Knochenmarksödem! „Das war ein Schock für mich, ich bin von einer leichten Überbelastung ausgegangen.“ Im rechten Fuß schleppte sie das gleiche Problem einmal länger mit, will nun alles gut ausheilen lassen. „Mit mindestens sechs Wochen muss ich rechnen. Wenn es acht Wochen dauert, muss ich es auch akzeptieren.“ Die Heim-Staatsmeisterschaft in Rif, die möglicherweise von Ende Juli auf Ende August verschoben werden kann, ist dennoch im Hinterkopf.

Bis dahin gibt’s geistige Ablenkung: „Bei meinem Wirtschaftspsychologie-Studium an der Seeburg in Seekirchen kann ich die Prüfungen virtuell ablegen“, wird Steffi nicht fad.

Herbert Struber
Herbert Struber
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