14.05.2020 06:00 |

Verfasser suspendiert

Deutsches Papier: „Mehr Tote durch Corona-Regeln“

Wochenlang arbeiten Krankenhäuser und Ordinationen in ganz Deutschland auf Notbetrieb, um die Versorgung von Corona-Patienten zu garantieren und andere Menschen, vor allem ältere, vor einer Infektion zu schützen. Die Zahl der Covid-19-Patienten war immer so gering, dass es stets genügend Kapazitäten gab - ein Erfolg. Doch ein Oberregierungsrat des Bundesinnenministeriums veröffentlichte nun ein 80 Seiten langes Papier, in dem von „gesundheitlichen Kollateralschäden“ der staatlichen „Maßnahmen und Beschränkungen in der Corona-Krise 2020“ die Rede ist.

Stephan Kohn, SPD-Politiker, erklärt in dem Dokument unter anderem, dass 5000 bis 125.000 Patienten aufgrund von verschobenen Operationsterminen verstorben sind oder versterben werden.

Seehofer: „Privatmeinung des Politikers“
Innenminister Horst Seehofer suspendierte den Autor des Schreibens und spricht von der „Privatmeinung des Politikers“. Unterstützung für seine Thesen erhielt Kohn von Virus-Experte Peter Schirmacher, Mitglied der Leopoldina-Akademie, die auch Kanzlerin Angela Merkel berät. Anfang Mai warnte der Mediziner vor dem Effekt der getroffenen Maßnahmen. „Viele Betroffene suchen nicht oder zu spät den Arzt auf.“

Gemeinsam mit weiteren acht Spezialisten verfasste der Arzt eine Pressemitteilung, um den Inhalt des Dokuments und den Verfasser zu verteidigen.

Kronen Zeitung

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