11.05.2020 22:13 |

Venezuela-Krise

Kontakt zu US-Söldnern: Guaido verliert Berater

Nach dem mutmaßlichen Putschversuch in Venezuela sind zwei Verbündete des selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaido zurückgetreten. Dieser weist zwar jegliche Beteiligung an der Kommandoaktion zurück, an der auch zwei US-Söldner beteiligt gewesen sind. Doch das Auftauchen eines Vertrags, auf dem Guaidos Unterschrift prangen soll, und die beiden Rücktritte im Team des venezolanischen Gegenpräsidenten werfen zahlreiche Fragen auf.

Guaido nahm den Rücktritt seines Beraters Juan Jose Rendon und des oppositionellen Abgeordneten Sergio Vergara an, wie aus einer Erklärung der Übergangsregierung am Montag hervorgeht. Der einflussreiche venezolanische Spindoktor Rendon hatte Gespräche mit dem US-Sicherheitsunternehmen Silvercorp, welches eine zentrale Rolle bei der Planung der Kommandoaktion mit Dutzenden nach Kolumbien geflohenen Soldaten gespielt haben soll, eingeräumt. Er habe einen Vorvertrag unterschrieben und 50.000 Dollar gezahlt, sagte Rendo bei CNN en Espanol. Auch Vergaras Unterschrift, der ebenfalls zur Übergangsregierung Guaidos gehörte, war auf dem Vertrag zu sehen.

Der selbst ernannte Interimspräsident soll Medienberichten zufolge einen allgemeineren Rahmenvertrag unterzeichnet haben. Seit dem 3. Mai waren nach Angaben der Regierung des autoritären Präsidenten Nicolas Maduro mehrere bewaffnete Gruppen von Kolumbien aus in Venezuela eingedrungen. Mindestens acht Menschen wurden bei Kämpfen mit Sicherheitskräften demnach getötet, zahlreiche weitere festgenommen.

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