Odyssee

Eiskalte Nächte im Atlantik

Kärnten
11.05.2020 08:15
Porträt von Serina Babka
Von Serina Babka
Eine Odyssee hat die Rennyacht „Sisi“ von „The Austrian Ocean Race Projekt“ hinter sich (die „Krone berichtete). Während der Vorbereitungen auf die Regatta 2021 coronabedingt im Februar in der Karibik gestrandet, musste Skipper Oliver Kobale erst eine neue Crew zusammenstellen, um die Yacht heimzubringen.

Der Segler vom Union Yacht Club Wörthersee war im Februar freiwillig mit Kameramann Micky Montoya an Bord geblieben, als die Crew heimflog. Die Yacht musste aber vor Hurrikans und den berüchtigten Piraten der Karibik in Sicherheit gebracht werden.

Oliver Kobale (20): „Weil für die Atlantik-Überquerung acht Leute notwendig sind, brauchten wir eine neue Crew.“ Als dann aus heiterem Himmel die Supermärkte zusperrten, war es höchste Zeit.

Der Skipper fand seine Mannschaft über Facebook und Mundpropaganda
 Die „Sisi“ klapperte mehrere Inseln ab, um sechs ebenfalls gestrandete Segler aufzunehmen. Es fehlte aber warme Kleidung. Eine Woche lang Gewitter und Eisregen bei null Grad im Atlantik überstand die Crew nur mit improvisierten Wärmeflaschen. Kobale: „Wir fuhren langsam; Manöver wurden nur ausgeführt, wenn alle wach waren. Schließlich landeten wir in Holland. Hier bleibt die Yacht vorerst einmal liegen.“

Hilfe kam auch aus Kärnten: Projektchef Julian Kircher besorgte alle Genehmigungen, Bruder Konstantin Kobale überwachte die Technik. „Sisi“ erregte übrigens Aufsehen. Micky Montoya: „Viele wunderten sich etwas über die Rennyacht, weil Austria ja gar keinen Ozean hat.“

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