Spitz-Geschäftsführer:

„Es ist alles weniger planbar als sonst“

„Manchmal muss man das, was draußen ist, kurz ausblenden“ - das erzählt Spitz-Chef Walter Scherb über sein Rezept im Umgang mit der Coronakrise. Hamsterkäufe forderten den Lebensmittelhersteller enorm, mittlerweile ist die Nachfrage gesunken. „Es ist herausfordernd, weniger planbar als sonst“, so der 30-Jährige.

Schon früh hatte der von Attnang-Puchheim aus agierende Lebensmittelhersteller Spitz einen Ernstfall-Stab. „Zuerst waren da aber beherrschende Themen, wie wir die Belieferung von Fruchtmus aus Italien oder Verschlüssen für Verpackungen aus China aufrecht erhalten“, denkt Walter Scherb zurück. Mit Mitte März, dem Beginn der mittlerweile aufgehobenen Ausgangsbeschränkungen, stieg der Druck auf Spitz enorm. „Es ging Schlag auf Schlag“, erzählt der 30-Jährige.

Schwankende Nachfrage
Hamsterkäufe forderten den Handel - und die Hersteller. Teilweise wurde durchgehend produziert, auch am Wochenende auf Anschlag. Nun ist zum Teil die Nachfrage nach Produkten stark zurückgegangen. „Es ist alles weniger planbar als sonst“, stellt Scherb fest. Abseits der Produktion hatte das Familienunternehmen vor einem halben Jahr Home-Office etabliert, das großflächige Umstellen in den Von-Daheim-Arbeiten-Modus ging damit recht gut.

Bau schreitet gut voran
Wie sich die Arbeit für Scherb selbst veränderte? „Die Entscheidungsfindung musste sehr schnell sein, vieles läuft effizienter und direkter.“ Auf die Kommunikation mit den Mitarbeiter wird verstärktes Augenmerk gelegt: „Auch, um ihnen Ängste zu nehmen.“ Der Bau der neuen Dosenabfüllung in Attnang-Puchheim schreitet gut voran. Mit Jänner sollte sie spätestens in Betrieb gehen: „Die ersten Produkte werden wir hier schon im Herbst herstellen können.“

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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