Prozess in Linz

Gewalttätiger Erpresser (17) verbreitete Angst

Fünffache Erpressung, vierfacher Raub und andere Delikte sind in der Anklage gegen einen erst 17-jährigen Tschetschenen aufgelistet. Am 30. April wird ihm am Landesgericht Linz der Prozess gemacht. Er soll zwischen August 2019 und Jänner 2020 vor allem jüngere Burschen in Angst und Schrecken versetzt haben.

„Wir sind verzweifelt, unsere Enkel trauen sich nicht mehr aus dem Haus, weil sie solche Angst haben“, wandte sich ein Großvater (62) an die „Krone“. Der 12-Jährige und der 15-Jährige sind vom nunmehrigen Angeklagten bedroht, geschlagen, genötigt und um Schutzgeld erpresst worden. 700 Euro lieferten sie an den als Flüchtling in Österreich aufhältigen Täter ab...

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Wir sind verzweifelt, unsere Enkel trauen sich nicht mehr aus dem Haus, weil sie solche Angst haben.

Der Großvater eines Opfers

Jüngere geschlagen
Beim Hilferuf des Großvaters war aber auch die Staatsanwaltschaft dem gewalttätigen Jugendlichen schon auf der Spur. Nun muss er sich vor Gericht verantworten. Im August 2019 soll der Beschuldigte begonnen haben, seine vornehmlich jüngeren und augenscheinlich schwächeren Opfer durch gefährliche Drohungen und Gewalt - Faustschläge ins Gesicht, Tritte gegen den Kopf - einzuschüchtern, zu berauben und zu erpressen. Der Beschuldigte soll den Opfern als äußerst gewalttätig bekannt gewesen sein. Die Beute war jeweils Bargeld, meist zwischen 20 und 60 Euro beziehungsweise Zigaretten.

Der 17-Jährige ist weitgehend geständig, beschönigt aber seine Taten. Der Strafrahmen beträgt bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe.

Claudia Tröster
Claudia Tröster
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Montag, 28. September 2020
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