Coronavirus

Vorsicht bei der Tierpflege im Zoo und in Heimen

Haus- und Großkatzen wurden positiv auf Corona getestet, daher herrschen besondere Vorsichtsmaßnahmen in Tierheimen und Zoos in Oberösterreich. 

Besondere Sorgfalt und Vorsicht wird während der Coronakrise in Oberösterreichs Zoos und Tierheimen noch größer geschrieben als sonst: „Wir arbeiten mit Handschuhen und Mundschutz. Großen Abstand untereinander zu halten, ist in unserem Tierheim kein Problem, wir haben aber zusätzlich einen Schichtbetrieb“, erklärt Bettina Hubner, baldige Leiterin des Linzer Tierheims, wie die Schützlinge momentan versorgt werden.

Wie berichtet, wurde das Coronavirus nämlich jetzt auch bei einigen Hauskatzen sowie Großkatzen im Bronx Zoo in New York festgestellt, die Ergebnisse wurden von einer neuen chinesischen Studie untermauert. Sie bestätigt, dass Menschen Tiere mit Corona anstecken können. Weitergeben können diese das gefährliche Virus aber laut Studie nicht.

Im Zoo Schmiding arbeiten die Pfleger jetzt alleine statt im Team, Angst vor einer Ansteckung gibt es kaum, es sind eher die finanziellen Sorgen, die plagen, fallen doch 97 Prozent der Einnahmen weg. Um Patenschaften bittet man hier ebenso wie im Linzer Zoo, wo alle Pfleger zusätzlich mit Desinfektionsmitteln ausgestattet wurden: „Das Personal wurde in mehrere, voneinander isolierte Gruppen, eingeteilt, um das Infektionsrisiko zu minimieren“, weiß Sabina Moser vom Tiergarten.

Auch Tierarzt Andreas Jerzö appelliert im Interview mit der „Krone“ an Tierhalter, die infiziert sind, nicht mit Katze oder Hund zu schmusen:

„OÖ-Krone“:Jemand, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat, muss ohnehin schon auf Distanz zu anderen Menschen gehen - darf der Kranke dann nicht einmal mehr die Katze streicheln?

Jerzö: Die Nähe eines geliebten Haustieres ist sehr wichtig für die Menschen, besonders in so einer Situation. Tiere sind jetzt wie Psychotherapeuten. Ein gesunder Abstand ist aber angebracht, keinesfalls sollte man sich vom Tier abschlecken lassen. Normale Hygiene reicht, Panik ist ganz sicher unnötig.

Sie sehen die aktuellen Fälle ohnehin skeptisch.

Es ist völlig klar, dass im Rachen eines Tieres das Virus nachweisbar ist, wenn es mit einem Kranken in der Wohnung ist. Das überrascht mich nicht. Die Haustiere verschlucken Keime. Das heißt aber nicht, dass dieses Tier auch Symptome zeigt und die Krankheit ausbricht.

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Montag, 01. Juni 2020
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