30.03.2020 12:00 |

Bestrafung?

Wirte in der Krise: „Es geht um unsere Existenz!“

Dass die Wirte (neben den Seilbahnern) finanziell durch die Finger schauen, regt Gastronomieobmann Alois Rainer massiv auf. Grund: Das Epidemieverordnung wurde für sie quasi über Nacht außer Kraft gesetzt. Hinter vorgehaltener Hand wird von Bestrafung gesprochen!

Dass die Seilbahner und Wirte nun plötzlich nicht mehr in die Epidemieverordnung fallen, sorgt für Diskussionen. Insider sprechen von einer Bestrafung – weil viele ja dem Tourismus die Schuld dafür geben, dass die Tiroler nun in Quarantäne sind.

„Existenzbedrohende Situation“
Auch Alois Rainer, Fachgruppenobmann in der WK Tirol, ist über die jüngsten Entwicklungen zutiefst enttäuscht: „Da wurden ohne Rücksprache oder Informationen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die Verordnungen, auf deren Basis unsere Betriebe behördlich geschlossen wurden, geändert und damit das Epidemiegesetz ausgehebelt.“

„Damit ergibt sich für unsere Mitgliedsbetriebe eine völlig neue und existenzbedrohende Situation. Immerhin haben wir uns auf die Regelungen des Epidemiegesetzes, das den Verdienstentgang für den gesamten Zeitraum der behördlich angeordneten Zwangsschließungen garantiert hätte, verlassen.“

„Hilfspakete bisher nur Ankündigungen“
Der Zillertaler Wirt, der 5000 Gastwirte vertritt, verweist darauf, dass zahlreiche Wirte auf das viel gepriesene Kurzarbeitsmodell umgestellt haben: „Im Glauben an schnelle Lösungen und weil wir speziell in den Jahresbetrieben unsere Mitarbeiter nicht kündigen wollen.“

„Die Kosten laufen weiter, die Umsätze sind weg und die tatsächlichen Hilfspakete kennen wir nicht. Das sind bislang nur Ankündigungen der Politik. Aus jetziger Sicht wäre es sinnvoller gewesen, die Dienstverhältnisse aufzulösen.“

Immer wieder habe man in Sonntagsreden vom Verhindern des Wirtshaussterbens geredet. „Aber nun provoziert man genau dieses Wirtshaussterben, wenn man nicht schnell und effizient gegensteuert und die Hilfsmittel rasch und direkt bei den Betrieben ankommen“, sagt Rainer Richtung Bundes- und Landespolitik.

Markus Gassler
Markus Gassler
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