Anschläge von einst

Sprengstoff-Fund: Waffendepot als Treffpunkt der Täter

Kärnten
26.07.2010 09:22
Mit dem Auffliegen des geheimen Waffenlagers aus den Siebzigerjahren (siehe Infobox), geraten die damals agierenden Bombenleger in Unterkärnten immer stärker unter Druck! Denn das Bleiburger Anwesen soll auch als Treffpunkt der an den Anschlägen beteiligten Personen gedient haben. Die Suche nach weiteren Waffen läuft.

Nach dem Auffliegen des geheimen Waffendepots auf dem Anwesen der Schwester von einem der mutmaßlichen Bombenleger überschlagen sich die Ereignisse. 

Erfüllungsgehilfe
Ein Verwandter von Frau K. wurde für kurze Zeit festgenommen – inzwischen ist er wieder auf freiem Fuß. Die Bleiburgerin soll angegeben haben, dass Sprengstoff und Waffen von ihrem verstorbenen Bruder (der Fundort ist sein Elternhaus) stammen. Er gilt im Krimi um die Anschläge aber eher als Erfüllungsgehilfe, als Werkzeug der Initiatoren.

"Auch andere an den Anschlägen Beteiligte sind in dem Haus damals ein und aus gegangen", weiß ein Informant. Er  untermauert damit den Verdacht, dass die Bomben, die bei den 70er-Anschlägen verwendet wurden, aus dem entdeckten Depot stammen dürften.

Sind weitere Waffen in den Wäldern versteckt?
Den damals agierenden Personen die Taten zu beweisen, wird die Aufgabe der vor kurzem einberufenen Historikerkommission sein. Deren Leiter, Wilhelm Wadl, hofft auf einen Dialog mit den Akteuren und auf eine Verbesserung des Klimas.

Wichtige Hinweise zur historischen Aufarbeitung und den Zusammenhängen mit dem exjugoslawischen Geheimdienst soll die Analyse der entdeckten Pistolen, Granaten und Sprengzünder bringen.  Dabei dürften sich wohl Parallelen zu vielen Delikten aus den Siebzigern, wie sie von der Polizei protokolliert wurden, ergeben. 

Suche mit Trupps und Heli
Da Hinweise auf weitere geheime Waffenlager im Bezirk Bleiburg aufgetaucht sind, hat das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung die Suche am Sonntag fortgesetzt. Bodentrupps durchkämmten das Gebiet nahe der Staatsgrenze, der Polizeihelikopter suchte aus der Luft nach Verdächtigem.

von Thomas Leitner ("Kärntener Krone") und kaerntnerkrone.at

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