Steuern und Sparen

LH Pühringer ortet günstigen Wind für Reformen

Oberösterreich
23.07.2010 11:13
"Jetzt kann man sich mit Reformen profilieren, dies war nicht immer so", ist Landeshauptmann Josef Pühringer erleichtert über eine market-Umfrage, die den Oberösterreichern bei Verwaltung und Spitälern eine hohe "Reformgesinnung" bescheinigt. SPÖ und ÖGB wollen den Mut zu Neuerungen nutzen, um die von ihnen verlangte "Reichensteuer" durchzusetzen. Ihre Anhänger sehen es differenziert.

90 Prozent halten Reformen für wichtig bis sehr wichtig. Zugetraut werden sie am ehesten den Gemeinden mit 68 und dem Land mit 57 Prozent positiven Bewertungen, am wenigsten dagegen der EU mit 19 Prozent. Ermittelt wurde auch die Bereitschaft für Einsparungen: 88 Prozent halten sie für nötig, 73 Prozent sind der Ansicht, dass alle dazu beitragen müssen.

Die Solidarität beim Sparen zeigt sich auch in einer Umfrage des SPÖ-Landtagsklubs auf seiner Homepage: 30 Prozent der überwiegend SPÖ-nahen User sind bereit, höhere Massensteuern zu zahlen – obwohl die SPÖ diese ablehnt und nur die Reichen zur Kasse bitten will. ÖGB-Landeschef Johann Kalliauer sieht es auch so: "Nur 1,4 Prozent der Staatseinnahmen kommen aus Vermögen, niedrige Einkommen sind hoch besteuert."

Kronen Zeitung

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