Drama über Kansas

Heftige Turbulenzen auf US-Inlandsflug: 30 Verletzte

Ausland
22.07.2010 16:51
Sie wurden an die Decke geschleudert und ihre unkontrolliert hin- und herschlagenden Köpfe zerstörten sogar die Innenverkleidung der Kabine: 255 Passagiere und zehn Besatzungsmitglieder eines US-Inlandsfluges haben einen wahren Horror-Trip erlitten, weil ihr Jet über Kansas in heftige Turbulenzen geraten war. Die Bilanz: 26 verletzte Passagiere und vier verletzte Crew-Mitglieder.

Die Boeing 777 der United Airlines (Flug 967) war auf dem Weg von Los Angeles nach Washington, als etwa auf der Hälfte der Strecke das Grauen begann. Über Kansas geriet der Jet in heftige Turbulenzen. "Es war ein extremes Hoch und Runter", berichtete eine australische Passgierin nach der Landung. Kleinere Gegenstände wie Saftbecher samt ihrem Inhalt wurden in dem Durcheinander zu gefährlichen Geschossen.

Alle Personen an Bord, die nicht angeschnallt waren, bekamen die Urgewalten schmerzhaft zu spüren. Sie wurden durch die Kabine gewirbelt, manche schlugen sogar an der Kabinendecke an. Aber selbst diejenigen Passagiere, die den Gurt angelegt hatten, kamen nicht immer ungeschoren davon. Eine Passagierin schlug beispielsweise so heftig mit ihrem Kopf gegen die Wandverkleidung, dass diese einriss.

Notlandung auf dem Flughafen von Denver
Nach der Notlandung auf dem Flughafen von Dever wurden die Passagiere und Crew-Mitglieder von Rettern betreut. Insgesamt forderte der Vorfall 30 Verletzte. Die meisten erlitten Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen und Schleudertraumata.

Die Boeing wurde nach der Landung ausführlich inspiziert. Laut einem Sprecher der Luftfahrtbehörde waren zumindest mit bloßem Auge keine Schäden an der Außenhaut sichtbar. Eine ausführliche Untersuchung der Maschine wird aber noch folgen.

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